Okt. 18

Get On Up
Wer ist das? Das ist ein Szenenbild aus dem hierzulande am 9. Oktober gestarteten Bio-Pic Get On Up – The James Brown Story. Der Film über James Brown erzählt also die Lebensgeschichte des „Godfather of Soul“, der mit Songs wie Sex Machine oder It’s a Man’s Man’s Man’s World Musikgeschichte geschrieben hat.
Was will der? Ach, das ist einfach. Wie jeder Soundtrack will auch dieser das Kinovergnügen noch ein wenig verlängern.
Kann der was? Man sollte sich den Film anschauen, unbedingt. Aber der Soundtrack funktioniert auch sehr gut für sich allein. Er ist quasi ein Hit-Album, inklusive zweier Live-Versionen der Funk-Legende, die bisher noch nirgendwo anders veröffentlicht wurden. Dabei handelt es sich um das famose Please Please Please und die übergroße Nummer It’s a Man’s Man’s Man’s World – beide in einer Aufnahme aus dem Jahr 1966, der man die vielen Jahre auf dem Buckel nicht im Geringsten anhört. Nein, es ist viel eher so, dass man (nicht nur bei diesen beiden Stücken) das Gefühl nicht los wird, ein neues Album von diesem James Brown müsse dann doch jetzt bald kommen. Wobei: Vielleicht ist hier auch nur der Wunsch Vater des Gedanken.

Komm zum Punkt! Der Soundtrack zum Film Get On Up bietet 74 Minuten lang allerallerfeinsten Soul und Funk. Hervorzuheben sind auch die Musiker, die Brown um sich geschart hat und die ihren Instrumenten diesen einzigartigen Sound entlocken, der auch heute – etwa 50 Jahre später – unfuckingfassbar explosiv klingt. Wie gut, dass die Zeit kein Sprengstoffexperte ist. Und James Brown? Der lässt mit jedem Ton die Funken erneut überspringen.

Get On Up: The James Brown StoryOriginal Motion Picture SoundtrackVÖ: 10. Oktober 2014

Get On Up

Wer ist das? Das ist ein Szenenbild aus dem hierzulande am 9. Oktober gestarteten Bio-Pic Get On Up – The James Brown Story. Der Film über James Brown erzählt also die Lebensgeschichte des „Godfather of Soul“, der mit Songs wie Sex Machine oder It’s a Man’s Man’s Man’s World Musikgeschichte geschrieben hat.

Was will der? Ach, das ist einfach. Wie jeder Soundtrack will auch dieser das Kinovergnügen noch ein wenig verlängern.

Kann der was? Man sollte sich den Film anschauen, unbedingt. Aber der Soundtrack funktioniert auch sehr gut für sich allein. Er ist quasi ein Hit-Album, inklusive zweier Live-Versionen der Funk-Legende, die bisher noch nirgendwo anders veröffentlicht wurden. Dabei handelt es sich um das famose Please Please Please und die übergroße Nummer It’s a Man’s Man’s Man’s World – beide in einer Aufnahme aus dem Jahr 1966, der man die vielen Jahre auf dem Buckel nicht im Geringsten anhört. Nein, es ist viel eher so, dass man (nicht nur bei diesen beiden Stücken) das Gefühl nicht los wird, ein neues Album von diesem James Brown müsse dann doch jetzt bald kommen. Wobei: Vielleicht ist hier auch nur der Wunsch Vater des Gedanken.

Komm zum Punkt! Der Soundtrack zum Film Get On Up bietet 74 Minuten lang allerallerfeinsten Soul und Funk. Hervorzuheben sind auch die Musiker, die Brown um sich geschart hat und die ihren Instrumenten diesen einzigartigen Sound entlocken, der auch heute – etwa 50 Jahre später – unfuckingfassbar explosiv klingt. Wie gut, dass die Zeit kein Sprengstoffexperte ist. Und James Brown? Der lässt mit jedem Ton die Funken erneut überspringen.

Get On Up: The James Brown Story
Original Motion Picture Soundtrack
VÖ: 10. Oktober 2014

[video]

(via marmorsaege)

Okt. 17

Von Steinen & Elefanten
Wer ist das? Als Rapper angefangen, versucht der Frankfurter Chima sich seit einigen Jahren als Popsoul-Sänger zu etablieren. Die musikalische Wandlung kommt vielleicht nicht von ungefähr, hat er doch durch seine Mitarbeit an der musikalischen Initiative Brothers Keepers, die sich u.a. gegen Rassismus stark macht, Kontakt zu zahlreichen Musikern anderer Genres.
Was will der? Mit seinem neuen Album Von Steinen & Elefanten will er, wie er unlängst dem Focus berichtet hat, „seine eigene Geschichte erzählen“. Wer das Interview aufmerksam liest, erfährt auch, dass Chima viel nachdenkt. Ich finde, dass man das seiner Musik auch anhört. Im Zweifel allerdings – und davon habe ich einige beim Hören des Albums – hat Chima ein paar Mal zu oft nachgedacht und mancher Gedanke ist dabei von so manchem Elefanten totgetrampelt worden. So platt und offensichtlich werden sie dem Hörer um die Ohren gehauen.

Kann der was? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Wirklich herausragend ist Von Steinen & Elefanten nicht geworden. Aber wenn der richtige Song des Albums für eine Kampagne der öffentlich-rechtlichen TV-Sender genutzt wird, könnte das Chimas Karriere den Schub geben, den er offensichtlich um jeden Preis sucht. Denn: Egal welchen Song man hört, jeder ist so massentauglich wie die H&M-Klamotten von der Stange.
Komm zum Punkt! Ich will Chima nicht Unrecht tun. Melodien und Sound von Von Steinen & Elefanten gehen schon klar. Manchmal geht er zu weit, dann wirkt alles seltsam zusammengeklaut von Kollegen wie Andreas Bourani oder Tim Bendzko. Mit Rap oder Soul hat das hier aber längst nichts mehr zu tun. Wirklich guter Pop ist es für mich aber auch nicht. Die meisten Inhalte sind zu ausfomuliert, die Geschichten lassen keinen Freiraum zur Identifikation, alles ist zu deutlich und klingt verdächtig nach einer 1:1-Aufarbeitung von Chimas eigenem Leben. Schlussendlich klingen die 13 Songs vor allem eins: eingängig. Also machen wir uns nichts vor: Perfekte Voraussetzungen, um im Radio rauf und runter gespielt zu werden.

ChimaVon Steinen & ElefantenVÖ: 10. Oktober 2014

Von Steinen & Elefanten

Wer ist das? Als Rapper angefangen, versucht der Frankfurter Chima sich seit einigen Jahren als Popsoul-Sänger zu etablieren. Die musikalische Wandlung kommt vielleicht nicht von ungefähr, hat er doch durch seine Mitarbeit an der musikalischen Initiative Brothers Keepers, die sich u.a. gegen Rassismus stark macht, Kontakt zu zahlreichen Musikern anderer Genres.

Was will der? Mit seinem neuen Album Von Steinen & Elefanten will er, wie er unlängst dem Focus berichtet hat, „seine eigene Geschichte erzählen“. Wer das Interview aufmerksam liest, erfährt auch, dass Chima viel nachdenkt. Ich finde, dass man das seiner Musik auch anhört. Im Zweifel allerdings – und davon habe ich einige beim Hören des Albums – hat Chima ein paar Mal zu oft nachgedacht und mancher Gedanke ist dabei von so manchem Elefanten totgetrampelt worden. So platt und offensichtlich werden sie dem Hörer um die Ohren gehauen.

Kann der was? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Wirklich herausragend ist Von Steinen & Elefanten nicht geworden. Aber wenn der richtige Song des Albums für eine Kampagne der öffentlich-rechtlichen TV-Sender genutzt wird, könnte das Chimas Karriere den Schub geben, den er offensichtlich um jeden Preis sucht. Denn: Egal welchen Song man hört, jeder ist so massentauglich wie die H&M-Klamotten von der Stange.

Komm zum Punkt! Ich will Chima nicht Unrecht tun. Melodien und Sound von Von Steinen & Elefanten gehen schon klar. Manchmal geht er zu weit, dann wirkt alles seltsam zusammengeklaut von Kollegen wie Andreas Bourani oder Tim Bendzko. Mit Rap oder Soul hat das hier aber längst nichts mehr zu tun. Wirklich guter Pop ist es für mich aber auch nicht. Die meisten Inhalte sind zu ausfomuliert, die Geschichten lassen keinen Freiraum zur Identifikation, alles ist zu deutlich und klingt verdächtig nach einer 1:1-Aufarbeitung von Chimas eigenem Leben. Schlussendlich klingen die 13 Songs vor allem eins: eingängig. Also machen wir uns nichts vor: Perfekte Voraussetzungen, um im Radio rauf und runter gespielt zu werden.

Chima
Von Steinen & Elefanten
VÖ: 10. Oktober 2014

Okt. 16

(via viel-erzaehlen-nichts-sagen)

(via life2do)

Okt. 15

rose ave.
Wer ist das? Alecia Moore kennt man hierzulande vermutlich eher unter ihrem Künstlernamen P!nk, wohingegen alle bisherigen Veröffentlichungen von Dallas Green unter dem Namen City And Colour erfolgten. Ausgerechnet der Ehemann von Frau Moore hat die beiden zusammengebracht. Schnell merkten beide, dass es auf musikalischer Ebene funkt und man plante, zwei gemeinsame Songs aufzunehmen. Entstanden ist letzten Endes ein ganzes Album innerhalb von nur einer Woche, das nun mit dem Namen rose ave. erschienen ist.
Was wollen die? You+Me, wie sich Moore und Green in dieser Formation nennen, haben also auf Initiative von Moores Ehemann etwas abgehangen und ein paar gemeinsame Songs aufgenommen. Vor allem für P!nk dürfte sich diese Kollaboration als vorteilhaft herausstellen – zeichnete sich die kratzstimmige Powerröhrte doch bis dato nicht durch zartes Singer-/Songwritertum aus. Und genau so klingt es auch: Dallas Green bringt all seine Erfahrung ein und Alecia Moore gibt die hingebungsvolle Duett-Partnerin.

Können die was? Joah, doch, schon. Man kommt halt nicht umhin, sich zu fragen, was diese Songs so besonders machen, dass sie es verdient haben, in Duett-Form aufgenommen worden zu sein. Love Gone Wrong etwa beginnt nur mit Greens Gesang und wird eine gute Minute lang von ihm allein hervvorragend getragen. Dann stimmt P!nk in den Refrain mit ein und übernimmt die nachfolgende Strophe. Das hätte auch eine durchschnittlich gute City And Colour Platte werden können. Jetzt profitiert der ungleich weniger bekannte Green möglicherweise etwas von P!nk und wird auf diesem Wege einige neue Hörer erreichen. 
Komm zum Punkt! You+Me ist eine Win-Win-Win-Situation. Deshalb, weil neben P!nk und Dallas Green auch den Hörern die musikalische Vereinigung beider nützt. Frei nach dem Motto: allein ist schön, zu zweit ist’s schöner. Stimmlich harmonieren die beiden Musiker perfekt miteinander – daran gibt es nichts zu rütteln. Vielleicht ist rose ave. manchem zu glatt: aber mehr ist aus zwei Gitarren, der harmonischen Hintergrundbeschallung eines sehr leisen Tasteninstruments und ein paar Streichern eben einfach nicht herauszuholen. Veröffentlichungsrekorde wird dieses Album vermutlich nicht aufstellen, aber sehr wohl einigen Herbstgeschädigten dort draußen ein paar angenehme Musikmomente schenken.

You+Merose ave.VÖ: 10. Oktober 2014

rose ave.

Wer ist das? Alecia Moore kennt man hierzulande vermutlich eher unter ihrem Künstlernamen P!nk, wohingegen alle bisherigen Veröffentlichungen von Dallas Green unter dem Namen City And Colour erfolgten. Ausgerechnet der Ehemann von Frau Moore hat die beiden zusammengebracht. Schnell merkten beide, dass es auf musikalischer Ebene funkt und man plante, zwei gemeinsame Songs aufzunehmen. Entstanden ist letzten Endes ein ganzes Album innerhalb von nur einer Woche, das nun mit dem Namen rose ave. erschienen ist.

Was wollen die? You+Me, wie sich Moore und Green in dieser Formation nennen, haben also auf Initiative von Moores Ehemann etwas abgehangen und ein paar gemeinsame Songs aufgenommen. Vor allem für P!nk dürfte sich diese Kollaboration als vorteilhaft herausstellen – zeichnete sich die kratzstimmige Powerröhrte doch bis dato nicht durch zartes Singer-/Songwritertum aus. Und genau so klingt es auch: Dallas Green bringt all seine Erfahrung ein und Alecia Moore gibt die hingebungsvolle Duett-Partnerin.

Können die was? Joah, doch, schon. Man kommt halt nicht umhin, sich zu fragen, was diese Songs so besonders machen, dass sie es verdient haben, in Duett-Form aufgenommen worden zu sein. Love Gone Wrong etwa beginnt nur mit Greens Gesang und wird eine gute Minute lang von ihm allein hervvorragend getragen. Dann stimmt P!nk in den Refrain mit ein und übernimmt die nachfolgende Strophe. Das hätte auch eine durchschnittlich gute City And Colour Platte werden können. Jetzt profitiert der ungleich weniger bekannte Green möglicherweise etwas von P!nk und wird auf diesem Wege einige neue Hörer erreichen.

Komm zum Punkt! You+Me ist eine Win-Win-Win-Situation. Deshalb, weil neben P!nk und Dallas Green auch den Hörern die musikalische Vereinigung beider nützt. Frei nach dem Motto: allein ist schön, zu zweit ist’s schöner. Stimmlich harmonieren die beiden Musiker perfekt miteinander – daran gibt es nichts zu rütteln. Vielleicht ist rose ave. manchem zu glatt: aber mehr ist aus zwei Gitarren, der harmonischen Hintergrundbeschallung eines sehr leisen Tasteninstruments und ein paar Streichern eben einfach nicht herauszuholen. Veröffentlichungsrekorde wird dieses Album vermutlich nicht aufstellen, aber sehr wohl einigen Herbstgeschädigten dort draußen ein paar angenehme Musikmomente schenken.

You+Me
rose ave.
VÖ: 10. Oktober 2014