Ich bin fürs Wollen.

Apr. 14

(via videogamesandsex)

Apr. 10

Hallelujah!
Es gibt Alben, die machen mir das hier sehr leicht. Caustic Love von Paolo Nutini ist eines davon. Ganz sicher: Man wird nirgends Verrisse darüber zu lesen bekommen. Und das aus gutem Grund. Denn es ist – preiset den Herren! – durch und durch phänomenal.
Was wurde nicht schon alles über die nächste Stufe dieser fulminanten Karriere berichtet. Adele soll sich schon in Schwärmereien zum Song Iron Sky verloren haben, von dem es bereits eine Studio-Session ins Netz geschafft hat. Aber Himmelherrgottnochmal! Dieses ganzes Album ist ein erster ganz besonderer Meilenstein in diesem Jahr.

27 Jahre als ist Nutini mittlerweile. Fünf Jahre sind seit seiner letzten Albumveröffentlichung (Sunny Side Up) vergangen. Der in England lebende Italiener konnte schon immer mit ordentlich Soul in seinen Songs überzeugen. Jetzt aber ist es ihm gelungen, so viel Funk in jedes der 13 Stücke zu legen, dass es einem fast unheimlich wird – so sehr überzeugt dieses Album von Anfang bis Ende.
Doch das ist nicht allein Nutinis Verdienst. Man muss auch einfach diese wirklich großartige Instrumentalisierung loben, die seine Band, jeder einzelne Musiker, der an diesem Album beteiligt war, mit seinem Instrument uns Hörern kredenzt hat. Das ist Kunst, die man spürt. Jeder einzelne Ton enthält soviel Liebe zum Detail, dass die gesamten Songs einen an den Rand eines Nervenzusammenbruchs führen können. Und das muss einem erst mal gelingen.

One Day klingt so ehrlich dramatisch und kitschfrei orchestriert, dass einem nach den fünf Minuten das Herz in tausend Teile gebrochen ist. Gleich darauf folgt Numpty mit seinem funky E-Piano und eh man sich versieht, weiß man nicht mehr, wie Kummer eigentlich buchstabiert wird.
Nutini liebt Musik. Dieser drei Worte, so schnell sie sich auch weglesen, schwirren einem unentwegt im Kopf umher, wenn man Caustic Love hört. Soul, Funk, Blues oder 60s-Pop dominieren dieses Album. Und dieser Italiener singt kratzig-kräftig über all diese großartigen Kompositionen hinweg: mal gebrochen und kaputt, mal selbstbewusst und brüllend. Immer hat man das Gefühl, dass dieser Kerl sich einem komplett öffnet. Es ist wunderbar.
Wenn etwa wie in Better Man plötzlich ein Chor mit einstimmt, wird das niemanden kalt lassen. Wirklich wahr. Caustic Love ist ein großes Album, das vermutlich und hoffentlich einschlägt wie schon lange nichts mehr. Nutini hätte den Erfolg verdient. Mit diesem Album hat er die Messlatte für alles, was noch von ihm kommen wird, ungünstigerweise so hoch gelegt, dass man sich fast ein wenig vor dem Nachfolgealbum fürchtet.
Aber das ist zu früh. Vorerst wird Caustic Love zu feiern sein. Und das Leben. Und die Musik. Das dritte Album von Paolo Nutini ist wie der Moment erster Gewissheit für eine neue Liebe nach einer viel zu langen Durststrecke. Es gibt Moment der Angst, weil es einem überlebensgroß erscheint. Aber so ist das mit Dingen, die einen verändern. Sie dringen vor bis in deine DNA, krallen sich darin fest und rütteln an deinem Denken, deiemn Fühlen, deinre Sicht auf die Dinge. Sie bringen dich zum Weinen und entlocken dir ein neues lautes Lachen.
Vielleicht ist Caustic Love Nutinis Meisterwerk. Ganz bestimmt ist es ein Album, das viele Musiker und Bands ein Leben lang nicht hinbekommen.
Paolo NutiniCaustic LoveVÖ: 11. April 2014
Hier gibt es das Album in den kommenden 7 Tagen für 4,99 € zum Download!
Und auf Tour ist er auch!07. Mai in Hamburg (Docks)08. Mai in Köln (E-Werk)09. Mai in München (Backstage Werk)

Hallelujah!

Es gibt Alben, die machen mir das hier sehr leicht. Caustic Love von Paolo Nutini ist eines davon. Ganz sicher: Man wird nirgends Verrisse darüber zu lesen bekommen. Und das aus gutem Grund. Denn es ist – preiset den Herren! – durch und durch phänomenal.

Was wurde nicht schon alles über die nächste Stufe dieser fulminanten Karriere berichtet. Adele soll sich schon in Schwärmereien zum Song Iron Sky verloren haben, von dem es bereits eine Studio-Session ins Netz geschafft hat. Aber Himmelherrgottnochmal! Dieses ganzes Album ist ein erster ganz besonderer Meilenstein in diesem Jahr.

27 Jahre als ist Nutini mittlerweile. Fünf Jahre sind seit seiner letzten Albumveröffentlichung (Sunny Side Up) vergangen. Der in England lebende Italiener konnte schon immer mit ordentlich Soul in seinen Songs überzeugen. Jetzt aber ist es ihm gelungen, so viel Funk in jedes der 13 Stücke zu legen, dass es einem fast unheimlich wird – so sehr überzeugt dieses Album von Anfang bis Ende.

Doch das ist nicht allein Nutinis Verdienst. Man muss auch einfach diese wirklich großartige Instrumentalisierung loben, die seine Band, jeder einzelne Musiker, der an diesem Album beteiligt war, mit seinem Instrument uns Hörern kredenzt hat. Das ist Kunst, die man spürt. Jeder einzelne Ton enthält soviel Liebe zum Detail, dass die gesamten Songs einen an den Rand eines Nervenzusammenbruchs führen können. Und das muss einem erst mal gelingen.


One Day klingt so ehrlich dramatisch und kitschfrei orchestriert, dass einem nach den fünf Minuten das Herz in tausend Teile gebrochen ist. Gleich darauf folgt Numpty mit seinem funky E-Piano und eh man sich versieht, weiß man nicht mehr, wie Kummer eigentlich buchstabiert wird.

Nutini liebt Musik. Dieser drei Worte, so schnell sie sich auch weglesen, schwirren einem unentwegt im Kopf umher, wenn man Caustic Love hört. Soul, Funk, Blues oder 60s-Pop dominieren dieses Album. Und dieser Italiener singt kratzig-kräftig über all diese großartigen Kompositionen hinweg: mal gebrochen und kaputt, mal selbstbewusst und brüllend. Immer hat man das Gefühl, dass dieser Kerl sich einem komplett öffnet. Es ist wunderbar.

Wenn etwa wie in Better Man plötzlich ein Chor mit einstimmt, wird das niemanden kalt lassen. Wirklich wahr. Caustic Love ist ein großes Album, das vermutlich und hoffentlich einschlägt wie schon lange nichts mehr. Nutini hätte den Erfolg verdient. Mit diesem Album hat er die Messlatte für alles, was noch von ihm kommen wird, ungünstigerweise so hoch gelegt, dass man sich fast ein wenig vor dem Nachfolgealbum fürchtet.

Aber das ist zu früh. Vorerst wird Caustic Love zu feiern sein. Und das Leben. Und die Musik. Das dritte Album von Paolo Nutini ist wie der Moment erster Gewissheit für eine neue Liebe nach einer viel zu langen Durststrecke. Es gibt Moment der Angst, weil es einem überlebensgroß erscheint. Aber so ist das mit Dingen, die einen verändern. Sie dringen vor bis in deine DNA, krallen sich darin fest und rütteln an deinem Denken, deiemn Fühlen, deinre Sicht auf die Dinge. Sie bringen dich zum Weinen und entlocken dir ein neues lautes Lachen.

Vielleicht ist Caustic Love Nutinis Meisterwerk. Ganz bestimmt ist es ein Album, das viele Musiker und Bands ein Leben lang nicht hinbekommen.

Paolo Nutini
Caustic Love
VÖ: 11. April 2014

Hier gibt es das Album in den kommenden 7 Tagen für 4,99 € zum Download!

Und auf Tour ist er auch!
07. Mai in Hamburg (Docks)
08. Mai in Köln (E-Werk)
09. Mai in München (Backstage Werk)

(Quelle: rehab.abkasha.com, via gedanken-chaos)

Apr. 08

[video]

Apr. 06

Foto: Peter Larson
Erst mal einpendeln
Eigentlich mache ich ungern mit dem Zitat aus einer anderen Albumbesprechung auf. Bei Lucius komme ich aber vermutlich nicht drumherum, denn für den altehrwürdigen Guardian ist die aus Brooklyn stammende Band „the missing link between Arcade Fire und Haim“. Und das kann man dann auch gern erst mal auf sich wirken lassen.
Irgendwas wird schon dran sein, denn zuletzt durften Lucius die gerade stark umhypten Arcade Fire auf deren US-Tour begleiten. Bekanntermaßen werden Supportacts auch ein Stück weit nacht musikalisch-stilistischen Überschneidungen mit dem Hauptact ausgewählt. Aber wie viel Arcade Fire stecken in Lucius? Die Wahrheit ist: Die Kanadier haben mit ihrem Album Reflektor eine Neuerfindung sondergleichen vollzogen. Schon deshalb ist es eher unwahrscheinlich, dass Lucius jetzt fast bis genau so klingen.

Tatsächlich aber wecken einzelne Instrumentalisierungen auf Wildwoman von Lucius hin und wieder Erinnerungen an The Suburbs von Arcade Fire. Zusätzlich werfen die drei Herren um die beiden Frontfrauen Jess Wolfe und Holly Laessig noch andere Elemente in den musikalischen Hexenkessel: 80er Jahre Synthesizer, den Vibe der 60er, vorsichtigen Folk und modernen Indie-Pop.
Größte Stärke der Band aber, die sich schon im College kennengelernt hat und seitdem gemeinsam Musik macht, sind zum Einen die frenetischen Percussion-Momente, zu denen Kopf und Füße in Eigenregie das Kommando übernehmen. Zum Anderen aber auch der wunderschöne Gesang von Wolfe und Laessig. Mal einstimmig, mal zweistimmig, mal verspielt, mal laut, mal leise, mal kämpferisch, mal verletzlich. Den beiden Damen zuzuhören, bereitet einem große Freude.
Außer Arcade Fire könnte man in Sachen musikalischer Ähnlichkeit auch auf Angus & Julia Stone oder Of Monsters and Men verweisen. Aber alles das ist im Grunde Quatsch, weil es Lucius auf ihrem Debütalbum außerordentlich überzeugend schaffen, sich in einer eigenen Nische einzurichten.
Es wird hin und her gependelt, nein, eigentlich gesprungen – fast so wie bei diesen Spielen, in denen Kinder nach bestimmten Regeln auf den Boden gezeichnete Felder abspringen müssen. Genau so arbeiten sich Lucius durch Genre- und Stil-Felder, nehmen, was gerade gut genug ist und überraschen am Ende mit 12 verdammt guten Songs, die trotz der teilweise berechtigten Vergleiche mit einigen Großen der Branche noch immer sehr eigen klingen.
LuciusWildewomanVÖ: 04. April 2014Und hier noch flink die Tourdaten:

09.04. Köln, Gebäude 910.04. München, Atomic Cafe11.04. Berlin, Magnet12.04. Hamburg, Molotow

Foto: Peter Larson

Erst mal einpendeln

Eigentlich mache ich ungern mit dem Zitat aus einer anderen Albumbesprechung auf. Bei Lucius komme ich aber vermutlich nicht drumherum, denn für den altehrwürdigen Guardian ist die aus Brooklyn stammende Band „the missing link between Arcade Fire und Haim“. Und das kann man dann auch gern erst mal auf sich wirken lassen.

Irgendwas wird schon dran sein, denn zuletzt durften Lucius die gerade stark umhypten Arcade Fire auf deren US-Tour begleiten. Bekanntermaßen werden Supportacts auch ein Stück weit nacht musikalisch-stilistischen Überschneidungen mit dem Hauptact ausgewählt. Aber wie viel Arcade Fire stecken in Lucius? Die Wahrheit ist: Die Kanadier haben mit ihrem Album Reflektor eine Neuerfindung sondergleichen vollzogen. Schon deshalb ist es eher unwahrscheinlich, dass Lucius jetzt fast bis genau so klingen.

Tatsächlich aber wecken einzelne Instrumentalisierungen auf Wildwoman von Lucius hin und wieder Erinnerungen an The Suburbs von Arcade Fire. Zusätzlich werfen die drei Herren um die beiden Frontfrauen Jess Wolfe und Holly Laessig noch andere Elemente in den musikalischen Hexenkessel: 80er Jahre Synthesizer, den Vibe der 60er, vorsichtigen Folk und modernen Indie-Pop.

Größte Stärke der Band aber, die sich schon im College kennengelernt hat und seitdem gemeinsam Musik macht, sind zum Einen die frenetischen Percussion-Momente, zu denen Kopf und Füße in Eigenregie das Kommando übernehmen. Zum Anderen aber auch der wunderschöne Gesang von Wolfe und Laessig. Mal einstimmig, mal zweistimmig, mal verspielt, mal laut, mal leise, mal kämpferisch, mal verletzlich. Den beiden Damen zuzuhören, bereitet einem große Freude.

Außer Arcade Fire könnte man in Sachen musikalischer Ähnlichkeit auch auf Angus & Julia Stone oder Of Monsters and Men verweisen. Aber alles das ist im Grunde Quatsch, weil es Lucius auf ihrem Debütalbum außerordentlich überzeugend schaffen, sich in einer eigenen Nische einzurichten.

Es wird hin und her gependelt, nein, eigentlich gesprungen – fast so wie bei diesen Spielen, in denen Kinder nach bestimmten Regeln auf den Boden gezeichnete Felder abspringen müssen. Genau so arbeiten sich Lucius durch Genre- und Stil-Felder, nehmen, was gerade gut genug ist und überraschen am Ende mit 12 verdammt guten Songs, die trotz der teilweise berechtigten Vergleiche mit einigen Großen der Branche noch immer sehr eigen klingen.

Lucius
Wildewoman
VÖ: 04. April 2014

Und hier noch flink die Tourdaten:

09.04. Köln, Gebäude 9
10.04. München, Atomic Cafe
11.04. Berlin, Magnet
12.04. Hamburg, Molotow