Zwanzig Minuten lang den Raben anstarren, der auf dem gegenüberliegenden Hausdach umherstolziert, stehenbleibt, seinen Kopf blitzschnell in jede Richtung dreht und dann einige Sekunden zu lang mit seinem Blick das Weite fixiert. Dazu neun verschiedene Bohrgeräusche in meinem Kopf. Je schneller sich der Bohraufsatz dreht, desto höher der Ton. Ob ich mutig bin, hat sie mich zu Anfang gefragt und noch bevor ich etwas sagen konnte, angefangen.
Eine winzige Klammer wird irgendwann eingespannt, mit einem Aufsatz wird ihr Halt justiert. Fester. Noch ein wenig fester. Der Rabe sieht mich an und ich ihn. Es wird warm, dort wo die Klammer sitzt. Es wird gedrückt, ausgebessert, geschoben und geschliffen. Dann, unerwartet und leise: «Das Material ist sofort belastbar. Sie können also sofort etwas essen und müssen nicht warten.» Noch vor Ende der Bemerkung fliegt der Rabe weg. Und mit ihm die Idee von Schmerz, den ich befürchtet hatte - der jedoch zur eigenen Überraschung ausbleibt.
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