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Weniger Emoness, dafür ekstatisch feminin
Ich bin kein oberflächlicher Mensch, aber rote Haare wecken gerade meine Neugierde. Und tanzen will ich auch. Hinzukommt, dass Florence Welch nicht plant, demnächst ein neues Album zu veröffentlichen. Alle genannten Aspekte werden auch von Austra erfüllt oder ausgeglichen. So, nun sollte klar sein, worum es hier geht.

Austras zweites Album heißt Olympia, ist nicht mehr so derbe von dunkler Emoness getragen, wie man das noch vom Debüt kennt. Jetzt erinnert es mit seinen Beats zuweilen an Klangspielereien aus dem Hause Hot Chip. Nur mit weiblicher Singstimme eben.
Und auf der liegt ordentlich Hall, Pathos und Weltschmerz – was wiederum an die von uns allen hochgeliebte Florence erinnert. Nun gut, dann also 46 Minuten lang Sphärenpop, zu dem man sicher hervorragend bis zur Besinnungslosigkeit mit der oder dem Liebsten knutschen kann (Forgive me, Painful live).
Es geht aber auch ruhig, staatstragend und zugleich zart: Sleep etwa ist der Song für all jene, die nachts nicht schlafen können, weil sie Gedanken wälzen, bis sie totgedacht sind. Home handelt vom sorgenvollen Warten auf den geliebten Menschen, der einfach nicht nach Hause zu kommen scheint. Die Angst ist allgegenwärtig. Und bei allem Pop: Das hier ist irre zerbrechlich, aber gerade das macht es so gut.

Filigran, feminin und ekstatisch präsentiert sich Austra auf dem zweiten Album. Und das ist mehr Weiterentwicklung, als man es dem Projekt vielleicht zugetraut hat. Nicht ganz unschuldig daran sind Damian Taylor (der u.a. bereits Björk und The Killers produziert hat) und Tom Elmhirst (der schon für Adele und Hot Chip hinter den Reglern saß).
Olympia ist ein schöner Sprung ins kalte Wasser gelungen und einer, der glückt. Sowohl für die Macher als auch für die Hörer, die sich in den 12 Klangwelten verlieren dürfen. Wer also mit der Musik von mindestens zwei der genannten Referenzen etwas anfangen kann, sollte Austra eine Chance geben. Damit kann der Sommer nur gut werden.

AustraOlympiaVÖ: 14. Juni 2013
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Weniger Emoness, dafür ekstatisch feminin

Ich bin kein oberflächlicher Mensch, aber rote Haare wecken gerade meine Neugierde. Und tanzen will ich auch. Hinzukommt, dass Florence Welch nicht plant, demnächst ein neues Album zu veröffentlichen. Alle genannten Aspekte werden auch von Austra erfüllt oder ausgeglichen. So, nun sollte klar sein, worum es hier geht.

Austras zweites Album heißt Olympia, ist nicht mehr so derbe von dunkler Emoness getragen, wie man das noch vom Debüt kennt. Jetzt erinnert es mit seinen Beats zuweilen an Klangspielereien aus dem Hause Hot Chip. Nur mit weiblicher Singstimme eben.

Und auf der liegt ordentlich Hall, Pathos und Weltschmerz – was wiederum an die von uns allen hochgeliebte Florence erinnert. Nun gut, dann also 46 Minuten lang Sphärenpop, zu dem man sicher hervorragend bis zur Besinnungslosigkeit mit der oder dem Liebsten knutschen kann (Forgive me, Painful live).

Es geht aber auch ruhig, staatstragend und zugleich zart: Sleep etwa ist der Song für all jene, die nachts nicht schlafen können, weil sie Gedanken wälzen, bis sie totgedacht sind. Home handelt vom sorgenvollen Warten auf den geliebten Menschen, der einfach nicht nach Hause zu kommen scheint. Die Angst ist allgegenwärtig. Und bei allem Pop: Das hier ist irre zerbrechlich, aber gerade das macht es so gut.

Filigran, feminin und ekstatisch präsentiert sich Austra auf dem zweiten Album. Und das ist mehr Weiterentwicklung, als man es dem Projekt vielleicht zugetraut hat. Nicht ganz unschuldig daran sind Damian Taylor (der u.a. bereits Björk und The Killers produziert hat) und Tom Elmhirst (der schon für Adele und Hot Chip hinter den Reglern saß).

Olympia ist ein schöner Sprung ins kalte Wasser gelungen und einer, der glückt. Sowohl für die Macher als auch für die Hörer, die sich in den 12 Klangwelten verlieren dürfen. Wer also mit der Musik von mindestens zwei der genannten Referenzen etwas anfangen kann, sollte Austra eine Chance geben. Damit kann der Sommer nur gut werden.

Austra
Olympia
VÖ: 14. Juni 2013

    • #Austra
    • #Pop
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    • #Olympia
    • #Single
    • #Home
    • #Domino Records
  • Vor 5 Tagen > austragoat
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Ein unfassbar guter Song aus einem brillanten Album, das längst draußen ist, mir seit Wochen vorliegt und bald die Besprechung bekommt, die es verdient. 

Love ain’t just a word von BRIXTONBOOGIE aus dem Album Crossing Borders

    • #BRIXTONBOOGIE
    • #Crossing Borders
    • #Album
    • #Musik
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  • Vor 4 Wochen
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Elvis lebt!

Keine Ahnung, wie ich beginnen soll. Vielleicht damit: Ich mag die Musik von TEXAS. Ich mochte sie schon lange vor deren Überhit Summer Son. Ich mag sie vor allem, weil sie mit Inner Smile und When we are together Songs geschaffen haben, die mich auf ewig glücklich machen werden. Vielleicht verzeihe ich TEXAS auch deshalb mehr als irgendeiner anderen Band oder einem Künstler musikalische Fehltritte – und davon haben sich TEXAS einige geleistet. Auch ihr neues Album The Conversation ist nicht frei davon.

Aber Moment: Neues Album? Yep. TEXAS haben es gerade still und leise veröffentlicht. Sängerin Sharleen Spiteri hatte es unlängst als Solo-Künstlerin versucht und dabei, wie ich finde, eine überaus gute Figur gemacht. Davon, dass es TEXAS irgendwann wieder als Band geben würde, konnte man also nicht wirklich ausgehen.

Es ist gut möglich, dass ich TEXAS vor allem ihrer Frontfrau wegen so schätze. Sie ist eben keine dieser Hochglanzpüppchen, sondern wirkt immer, als könnte man mit ihr hervorragend in einer Kneipe sitzen, Biere leeren und über schlechte Witze lachen. Und obwohl die Britin diesen Eindruck macht, glaube ich, dass sie gleichzeitig auch Frau genug ist, um mit besten Freundinnen über uns ungehobeltes Männervolk zu lästern. Ich mag diesen Typ Frau, dieses Selbstbewusstsein, diese Haltung.

Die erste gleichnamige Single The Conversation ist zugleich Albumopener, aber bei aller Liebe nicht der stärkste Song daraus. Schon oft habe ich in den vergangenen Tage ins digitale Megaphon geschrien und Detroit City gelobt, das sich vom ersten Ton an perfekt anfühlt. Talk about love könnte ebenso gut von Roy Orbison stammen – was mich nicht stört. Ich schreibe das nur, damit danach niemand entsetzt sagen kann: DAS hat der Kerl empfohlen?

Vielleicht schon Schlager, aber scheißegal

TEXAS leben von dieser gelungenen Balance zwischen Blues-Pop-Rock und (amerikanischem/britischem) Schlager. Es ist diese ganz gewisse Haltung, die ich gar nicht genau benennen kann, die aber eben macht, dass TEXAS – vollkommen egal zu welcher Zeit diese Band ihren kreativen Höhepunkt gehabt hätte – nie von Hipstern gemocht worden wäre. Spiteri und ihre Jungs haben schon immer überdurchschnittliche Formatradiosongs komponiert. Auch für The Conversation ist ihnen das gelungen.

Doch wie auch in den 20 Jahren zuvor, haben sich auch diesmal einige Titel eingereiht, für die man Fan sein muss, um sie zu erdulden oder die Forward-Taste bemühen wird (I will always, I need time). Spiteri hat offenbar tierisches Vergnügen daran, einen auf Elvis zu machen (wie sie auch bereits im hervorragenden Musikvideo zu Inner Smile beweisen konnte).

Selten, aber manchmal, übertreibt sie es und geht einem damit tierisch auf den Sack. In Maybe I klingt sie ein paar Sekunden zu lang, als würde sie jeden Moment in eine seltsam verzerrte Version von Always on my mind wechseln – ein Song, der ja bereits vom King persönlich zum Erfolg gesungen wurde.

Sei’s drum: The Conversation wird keine neuen TEXAS-Fans generieren, aber sicher jene glücklich machen, die gar nicht mehr mit neuem Material dieser überaus sympathischen Band gerechnet haben. Und mit Hearts are made to stray gibt es dann noch mal eine große Dosis Hoffnung für alle Hoffnungslosen. Das reicht mindestens bis zum nächsten Album, das bitte nicht wieder acht Jahre auf sich warten lässt.

TEXAS
The Conversation
VÖ: 17. Mai 2013

Quelle: Spotify

    • #Texas
    • #Britpop
    • #Album
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    • #Pop
    • #Elvis
    • #Blues
  • Vor 1 Monat
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Wir müssen reden

Am 17. Mai erscheint ein neues TEXAS-Album. Damit gerechnet hat man eigentlich nicht, denn irgendwie hatte man das Gefühl, die Band sei Geschichte - vor allem nachdem Sängerin Sharleen Spiteri auch solo ganz gut klarzukommen schien. Offenbar war die Sehnsucht nach ihren Jungs doch groß, denn in wenigen Tagen erscheint The Conversation, das 12. Album der britischen Popband. 

    • #Texas
    • #The Conversation
    • #Album
    • #Pop
  • Vor 1 Monat
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Mehr StarWars für alle

Wenn jetzt Sommer wär hat er einst gesungen, dann ging Pohlmann mir ziemlich am Arsch vorbei. Das ist wirklich nicht böse gemeint, aber irgendwie hat immer der zündende Moment gefehlt, mich dann auch wirklich mal mit der Musik dieses vermeintlichen One-Hit-Wonders auseinanderzusetzen.

Welchen Platz sein Debütalbum Zwischen Heimweh und Fernsucht (2006) erreicht hat, findet man nirgends im Netz. Sein zweites Album Fliegende Fische (2007) schaffte es immerhin auf den 40. Rang der deutschen Albumcharts – ohne die Hilfe der bereits erwähnten Single Wenn jetzt Sommer wär hätte das Album das sicher nicht geschafft. Mit seinem dritten Album König der Straßen (2010) hat er sogar Platz 23 erreicht.

Warum ich das so detailliert aufliste? Nun, ich könnte keine weitere Single von Pohlmann nennen, außer der bereits genannten. Bei solch einer geringen Single-Ausbeute ist es dann doch beachtlich, derart gute Albumplatzierungen zu erreichen. Nun ist Pohlmanns viertes Album erschienen.

Und Nix ohne Grund ist wunderbar klug, warmherzig, poetisch, nie kitschig, treibend, nah am Zeitgeist ohne sich anzubiedern, kurzum: Popmusik im allerbesten Sinne. Ich fasse es ja selbst nicht, dass ich das schreibe, aber ich bin begeistert. Die erste Single vom neuen Album, StarWars, ist eine Hymne aufs Loslassen, das Ungewisse und eine gesunde Portion Neugierde darauf.

Überhaupt fällt auf, dass alles ein wenig mehr flirrt, knistert und zazoomt. Pohlmann hat die Singer/Songwriter-Attitüde im Schrank gelassen und wird zu einem modernen Liedermacher, der mit seinen phantastischen Texten glänzt, die durch und durch angenehm unaufdringliche Klangkleider übergestülpt bekommen haben. Atmen ist eines dieser Lieder, das einen am Kragen packt, aus dem Alltag zerrt und auf angenehme Weise die Augen öffnet.

Von Ausstieg, dem Warten, Beziehung, Liebe, Neuanfang bis hin zur stetig wachsenden Bedeutung der Technologien und dem Ende des Menschen scheut Pohlmann keine textliche Auseinandersetzung. Das liest sich hier gerade möglicherweise furchtbar anstrengend, aber Pohlmann gelingt es mit Leichtigkeit, Geschichten zu erzählen, die berühren und einen nicht loslassen.

Ein Stück weit liegt das auch an seiner faszinierenden Stimme, die auf Nix ohne Grund im riesigen Pop-Pool ab und an mit Blues, Soul und Folk angenehme Akzente setzen darf und eigentlich immer klingt, als hätte da jemand seine Mitte gefunden. Für mich ist das hier eines der bisher besten deutschsprachigen Alben 2013. Wer hätte das gedacht? Also ich sicher am wenigsten.

Pohlmann
Nix ohne Grund
VÖ: 10. Mai 2013

Quelle: Spotify

    • #Pohlmann
    • #Nix ohne Grund
    • #Album
    • #Singer
    • #Songwriter
    • #StarWars
    • #Pop
    • #Electro
  • Vor 1 Monat
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