Ich bin fürs Wollen.

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Es soll ja Menschen geben, die so blöd sind, Bilder ihrer perfekt eingerichteten Wohnung ins Internet zu stellen und sich dann wundern, wenn bei ihnen eingebrochen wird. So blöd bin ich natürlich nicht. Bei mir gibt es - wie man sehen kann - nichts zu holen. 

Jedes der oben aufgeführten Bilder hat eine Bildunterschrift. Beim ersten Überprüfen nach dem Online-Stellen dieses Eintrags, bemerkte ich aber, dass sie mir nicht angezeigt werden. Deshalb hier also die kurzen Beschreibungen dazu:

Bild 1: Idee: Dunkles Laminat, weiße Wände. In der Mitte des Raumes wird meine Matratze liegen, daneben mein iMac und ein kleiner Tisch stehen, davor mein Fernseher. Ich lebe den tumblr-Traum.

Bild 2: Hier geht’s rein. Oder raus. 

Bild 3: Flur.  Mit Türen, die ins Schlaf- und Wohnzimmer, in eine Küche, ein Bad und einen Abstellraum führen.

Bild 4: Hier kommt ein Bett rein, dass ich in den Wochen, in denen ich auf der Matratze im Wohnzimmer liege,  weiß lackieren werde. Und ein Schrank für mein Batman-Kostüm. Und ein Doors-Plakat an die Wand.

Bild 5: Diese Wand würde gern nur weiß streichen. Die Fläche ist glatt und erscheint mir ideal dafür. Offenbar habe ich damit einen Nerv bei meinen Eltern getroffen - diese wollen jede Wand tapeziert sehen.

Bild 6: 17 Stunden hat es gedauert, um die alte Tapete, die auf 117 qm Fläche klebte wie die Fliegen am Teufel, zu entfernen. 

Bild 7: Hierin liegt der ganze Schnodder. Allein hätte ich das natürlich nicht geschafft. Mein Dank gilt Inspector Gadget, der mir mit Rat und Tat zur Seite stand. Go-Go-Gadgeto-Sonntagabend!

    • #Wohnung
    • #Leben
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Seit 10 Tagen
Ich faste. Obwohl, nicht so richtig, wie man mir mittlerweile erklärt hat. Aber der Mann da von Spiegel Online nennt seinen sieben Wochen andauernden Fleischverzicht auch Fasten. Also darf ich diesen Begriff auch nutzen, wenn ich sage, dass ich seit dem 14. Februar auf Fleisch, Schokolade(nprodukte), Alkohol, Kaffee und Cola verzichte. Erlaubt sind Tee, Wasser, Fisch und der ganze andere Rest, der keines der verbotenen Dinge enthält.
Fleisch
Auf Fleisch zu verzichten, fällt mir erstaunlicherweise sehr leicht. Egal wo es Mittags zum Essen hingeht: Überall gibt es genug Auswahl an rein vegetarischen Mahlzeiten oder eben mit Fisch. Speisen mit Fisch sind ja überhaupt in Hamburg schwer angesagt.
Alkohol
Dass das mit dem Alkoholverzicht unangenehm wird, wenn auch in sehr spezieller Art und Weise, war mir klar. Bei gemeinsamen Abenden mit Freunden bin ich eben derjenige, der Wasser oder Saft trinkt. Damit einher geht auch, dass ich der bin, der über Witze, die im alkoholisierten Zustand bestimmt irre lustig sind, nicht lachen kann.
Kaffee
Als besonders schlimm hat sich der Kaffeeverzicht herausgestellt. Schon am Ende des ersten Tages ohne Kaffee fing er an - dieser alles beherrschende Kopfschmerz. Ich ahnte, das mein Körper so darauf reagieren würde. Denn es kam schon öfter vor, dass ich an Sonntagen keinen Kaffee mehr im Haus hatte. Meist bekam ich dann im Laufe des Tages einen leichten bis mittelschweren Kopfschmerz. Weil immer nur der Kaffee das war, das fehlte oder als abweichend von üblichen Tagen hervorstach, war mir klar, dass ich ein Stück weit abhängig geworden war vom dunklen Wachmacher. Pro Tag trank ich bisher meist vier bis fünf Tassen. Der Kopfschmerz war möglicherweise nichts anderes als ein verzweifelter Versuch meines Körpers, mich zurück zum Kaffee zu brüllen. Nach zwei üblen Tagen kam ich auf die Idee mir von Teekanne einen Schwarztee namens Nero zu kaufen. Selbstverständlich weiß ich, dass im Tee auch Koffein enthalten ist und ich mich vermutlich im heimischen Hobbykeller für diesen Selbtbeschiss auspeitschen müsste. Aber: Grundsätzlich ist im Tee weniger Koffein enthalten als im Kaffee, hörte ich mal und daran will ich mich jetzt auch einfach festhalten. Und zumindest bei meinem Kopfschmerzproblem hat mir der Schwarztee gut helfen können. Ich trinke täglich zwei Tassen und bekomme kein Geld dafür, wenn ich an dieser Stelle noch einmal lobend Nero erwähne. Entschieden habe ich mich für den mit der leichten Zitronennote und schon die zweite Tasse davon ist eigentlich nur ein erneuter Aufguss des bereits genutzten Beutels. Außerdem trinke ich verschiedene Kräutertees.
Wasser
Ich trinke so viel Wasser wie vielleicht noch nie zuvor in meinem Leben. Grundsätzlich nehme ich jetzt etwa 2-3 Liter Flüssigkeit pro Tag zu mir.
Schokolade
Wer jetzt denkt, auf Schokolade zu verzichten, sollte mir doch am schwersten fallen, der irrt tatsächlich. Tut es nämlich überhaupt nicht. Mir fehlt zwar mein Nutellabrot am Morgen oder am Abend zu einem Glas kühlschrankkalter Milch, aber bald ist das Fasten-Programm eh vorbei.
Mein Ziel ist es, zwei Wochen durchzuhalten. Ist das erreicht, werde ich zwei weitere Wochen fasten, mir aber eines der verbotenen Dinge wieder erlauben (was vermutlich Alkohol sein wird, weil ich diesen ohnehin nur an den Wochenenden trinke). Sind insgesamt vier Wochen um, erlaube ich mir wieder etwas von der „Pfoten weg!“-Liste (dann endlich werde ich mir wohl auch wieder Kaffee gönnen, will aber versuchen, nicht mehr als zwei Tassen pro Tag zu trinken) und erweitere meine Fastenzeit erneut um zwei Wochen. Nach 6 Wochen ist voraussichtlich Schluss.
Das noch: Ich schlafe seit etwa fünf Tagen so gut wie lange nicht mehr. 
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Seit 10 Tagen

Ich faste. Obwohl, nicht so richtig, wie man mir mittlerweile erklärt hat. Aber der Mann da von Spiegel Online nennt seinen sieben Wochen andauernden Fleischverzicht auch Fasten. Also darf ich diesen Begriff auch nutzen, wenn ich sage, dass ich seit dem 14. Februar auf Fleisch, Schokolade(nprodukte), Alkohol, Kaffee und Cola verzichte. Erlaubt sind Tee, Wasser, Fisch und der ganze andere Rest, der keines der verbotenen Dinge enthält.

Fleisch

Auf Fleisch zu verzichten, fällt mir erstaunlicherweise sehr leicht. Egal wo es Mittags zum Essen hingeht: Überall gibt es genug Auswahl an rein vegetarischen Mahlzeiten oder eben mit Fisch. Speisen mit Fisch sind ja überhaupt in Hamburg schwer angesagt.

Alkohol

Dass das mit dem Alkoholverzicht unangenehm wird, wenn auch in sehr spezieller Art und Weise, war mir klar. Bei gemeinsamen Abenden mit Freunden bin ich eben derjenige, der Wasser oder Saft trinkt. Damit einher geht auch, dass ich der bin, der über Witze, die im alkoholisierten Zustand bestimmt irre lustig sind, nicht lachen kann.

Kaffee

Als besonders schlimm hat sich der Kaffeeverzicht herausgestellt. Schon am Ende des ersten Tages ohne Kaffee fing er an - dieser alles beherrschende Kopfschmerz. Ich ahnte, das mein Körper so darauf reagieren würde. Denn es kam schon öfter vor, dass ich an Sonntagen keinen Kaffee mehr im Haus hatte. Meist bekam ich dann im Laufe des Tages einen leichten bis mittelschweren Kopfschmerz. Weil immer nur der Kaffee das war, das fehlte oder als abweichend von üblichen Tagen hervorstach, war mir klar, dass ich ein Stück weit abhängig geworden war vom dunklen Wachmacher. Pro Tag trank ich bisher meist vier bis fünf Tassen. Der Kopfschmerz war möglicherweise nichts anderes als ein verzweifelter Versuch meines Körpers, mich zurück zum Kaffee zu brüllen. Nach zwei üblen Tagen kam ich auf die Idee mir von Teekanne einen Schwarztee namens Nero zu kaufen. Selbstverständlich weiß ich, dass im Tee auch Koffein enthalten ist und ich mich vermutlich im heimischen Hobbykeller für diesen Selbtbeschiss auspeitschen müsste. Aber: Grundsätzlich ist im Tee weniger Koffein enthalten als im Kaffee, hörte ich mal und daran will ich mich jetzt auch einfach festhalten. Und zumindest bei meinem Kopfschmerzproblem hat mir der Schwarztee gut helfen können. Ich trinke täglich zwei Tassen und bekomme kein Geld dafür, wenn ich an dieser Stelle noch einmal lobend Nero erwähne. Entschieden habe ich mich für den mit der leichten Zitronennote und schon die zweite Tasse davon ist eigentlich nur ein erneuter Aufguss des bereits genutzten Beutels. Außerdem trinke ich verschiedene Kräutertees.

Wasser

Ich trinke so viel Wasser wie vielleicht noch nie zuvor in meinem Leben. Grundsätzlich nehme ich jetzt etwa 2-3 Liter Flüssigkeit pro Tag zu mir.

Schokolade

Wer jetzt denkt, auf Schokolade zu verzichten, sollte mir doch am schwersten fallen, der irrt tatsächlich. Tut es nämlich überhaupt nicht. Mir fehlt zwar mein Nutellabrot am Morgen oder am Abend zu einem Glas kühlschrankkalter Milch, aber bald ist das Fasten-Programm eh vorbei.

Mein Ziel ist es, zwei Wochen durchzuhalten. Ist das erreicht, werde ich zwei weitere Wochen fasten, mir aber eines der verbotenen Dinge wieder erlauben (was vermutlich Alkohol sein wird, weil ich diesen ohnehin nur an den Wochenenden trinke). Sind insgesamt vier Wochen um, erlaube ich mir wieder etwas von der „Pfoten weg!“-Liste (dann endlich werde ich mir wohl auch wieder Kaffee gönnen, will aber versuchen, nicht mehr als zwei Tassen pro Tag zu trinken) und erweitere meine Fastenzeit erneut um zwei Wochen. Nach 6 Wochen ist voraussichtlich Schluss.

Das noch: Ich schlafe seit etwa fünf Tagen so gut wie lange nicht mehr. 

(via the-disney-words)

    • #Fasten
    • #Verzicht
    • #Fleisch
    • #Kaffee
    • #Alkohol
    • #Koffein
    • #Schokolade
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  • Vor 3 Monaten > the-disney-words
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Die Eintagsfliege im rechten Auge

Am frühen Abend des 26.12.2012 setzte mein Vater mich am Bahnhof meines Heimatdorfes ab. Wir verabschiedeten uns voneinander und er meinte, dass er sich darauf freuen würde, gleich wieder auf der Wohnzimmercouch liegen zu können und bemitleidete mich ein wenig, weil mir knapp viereinhalb Stunden Fahrt nach Hamburg bevorstanden. Als er zurück zum Auto ging, blieben mir noch etwa zehn Minuten bis mein Zug kommen sollte. Also lief ich noch einmal um das Bahnhofsgebäude herum, hin zum Parkplatz, sah ihm dabei zu, wie er in das Auto stieg, mich bemerkte, die Scheibe der Fahrertür nach unten kurbelte und mir fragend zurief, warum ich noch mal zurückgekommen sei. Ich meinte, dass ich noch so viel Zeit hatte, dass ich nun ihm beim Wegfahren nachschauen kann. Da stieß er sein “Ts” durch die Zähne, winkte und fuhr langsam davon.

Wieder am Bahnsteig wartend, erkannte ich eine junge Frau, mit der ich vor vielen Jahren gemeinsam in einem Gospelchor gesungen hatte. Wir führten Smalltalk: Jeder gab dem anderen einen Kurzabriss darüber, was seitdem passiert war. Ein bisschen wie am Anfang jeder Folge 24, also eine Art “Was bisher geschah”. Wir redeten darüber, wie schön Weihnachten im kleinen Familienkreis ist und wie anstrengend es wird, wenn die Verwandtschaft aus allen Richtungen angereist kommt, das Haus voll und alles vorbei ist mit der Ruhe und Besinnlichkeit. Sie erzählte, dass sie mittlerweile in Berlin lebt, ruhig, abseitig vom Szenezeug. Eine Freundin aus Bayern würde gleich ankommen und einige Tage hier bleiben. Es war ein angenehmes Gespräch. Sie wirkte aufgeräumt, ich fühlte mich ähnlich. Smalltalk ist oft schwierig, mit ihr war er – in diesem Moment, dort am Bahnhof und wartend – einfach.

Vor einigen Tagen ist ihr 54 Jahre alter Vater gestorben, einfach so. Das erzählte mir mein Vater heute bei einem Telefongespräch. Ich weiß nicht, ob es im Schlaf geschehen ist, bei der Arbeit oder abends beim Anschauen der Tagesschau. Aber genau genommen spielt das keine Rolle. Jedenfalls sitze ich seitdem hier und frage mich, wie es für mich wäre, wenn ich jetzt, knapp einen Monat nach Weihnachten und dem üblichen Familienbeisammensein damit leben lernen müsste, dass mein Vater tot ist. Ich mag mir das nicht vorstellen, ich kann es auch nicht.

image

Und jetzt kommt’s! Wir kennen sie alle, diese Bilder, die uns vermitteln, dass man doch jeden Tag so leben soll, als wäre es der letzte. Wir teilen solche Inhalte in schöner Typo vor einem schönen Foto auf Blogs wie diesem oder in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter und geben uns gern bedeutungsschwanger, ohne uns darüber klar zu sein, dass wir das tatsächlich tun sollten. Stattdessen rollen wir wieder Strümpfe zusammen, starren die Raufasertapete im Zimmer an oder öffnen die nächste Seite im Netz, lachen über dies, das und uns weit weg vom Kern dieser Botschaft: Jeder kann jederzeit tot umfallen. Schluss, aus, vorbei.

Man kann auch ausgerechnet in den Bus gestiegen sein, der von einem Autofahrer angefahren wird und am Ende der einzige der 25 Passagiere sein, der dabei ums Leben gekommen ist. Man kann sogar der Autofahrer sein, der zu viel Alkohol getrunken hat oder sich eine Eintagsfliege aus dem rechten Auge wischen wollte, dabei die Kontrolle über sein Auto verlor, zu weit auf die gegenüberliegende Straßenseite kam, das Unglück verursachte und letzten Endes auf dem Weg ins Krankenhaus den Verletzungen erliegt.

Und auch wenn mich gerade eine seltsame Schwere überfällt, weiß ich, dass die Lösung nicht die ist, gleich morgen den Job aufzugeben, stattdessen die Welt zu bereisen und das dafür nötige Geld im Keller zu drucken. Ein bisschen Struktur, ein Grundgerüst, ein Rahmen meinetwegen – das muss schon sein. Klar.

Aber: Wie viele Möglichkeiten lassen wir ungenutzt? Wie selten lächeln wir durch Supermarktregale hindurch zurück in die schönen Augen des Gegenübers? Wie oft rufen wir, irgendwann in einer großen Stadt lebend, die sich nicht für einen interessiert, bei unseren Eltern und Großeltern an, um zu zeigen, dass sie uns wichtig sind? Wann hast du zuletzt um jemanden gekämpft? Und wie oft verschiebt man gegen jede Überzeugung das Bemühen um etwas oder jemanden, nur weil man denkt: „Heute nicht, ich hab soviel um die Ohren. Morgen ist auch noch ein Tag“?

Ich meine, ganz sicher ist er das! Aber vielleicht nicht deiner oder der der Menschen, die dir wichtig sind und die es nie oder nicht genug erfahren haben, weil wir zwar mit vielen Dingen beschäftigt sind, darüber hinaus aber vergessen, dass es eines nicht gibt: Eine Nachspielzeit, die wir zum Klarstellen all der Dinge nutzen können, die wir ein Leben lang vor uns hergeschoben haben.


Musik: Darren Hayes - Stupid Mistake

    • #Leben
  • Vor 4 Monaten
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Mehr als das
Die Idee vom Neuanfang stinkt bis zum Himmel. Niemand kann das. Schließlich wäre dieser kein vollkommener und wirklich wollen würde ihn ohnehin kein Mensch. Neuanfänge funktionieren weder im Kopf noch im Herzen. Schlussstriche werden immer krumm und schief gezogen, hier und da setzt man den Stift mal ab, ob nun bewusst oder nicht. Sei es weil die Hand zittert oder man einen Moment lang sieben oder 32 Monaten einfach mal abgelenkt war. Jedenfalls sind Risse im Strich, nicht viele vielleicht, aber sie sind da, damit Gefühle von hinten wieder nach vorn kriechen können, wenn man glaubt, dass die Zeit reif ist. Okay, oft ist die Zeit dafür unreif, aber das interessiert die Gefühle ja nicht. Die sind eben da, so lange wie sie da sind. Bis sie irgendwann verschwinden. Und das bedarf Zeit, aber keinen Neuanfang.
“Neuanfang”, das klingt so schön und schmeckt so schlecht. Geht nie gut, braucht man gar nicht erst versuchen, kann man gleich sein lassen. Was man kann, ist die Richtung, in die man schaut, zu ändern. Neue Wege gehen, alte hinter sich lassen, mit Tränen in den Augen vielleicht. Ja, das geht. Und dann, mit geklärtem Blick, Unbekanntem begegnen.
Aber Neuanfang? Nicht mal Chuck Norris schafft den. Na gut, der vielleicht schon. Aber auch nur der. Und jetzt? Setzen wir Gummienten auf der Alster aus. Möglichst viele - also so richtig viele. Nicht nur 28 oder so. Nein, mindestens 512. Besser wären natürlich 5874. Das Bild: Stellt es euch vor! Und der Blick darauf, also auf die Enten und nicht auf das, was hinter einem liegt. Da kann man dann endlich wieder tun, was man am besten kann: lächeln nämlich. Das geht ohnehin viel einfacher als ein Neuanfang. Der geht eh nicht, nie. Anders als der Kreis, der sich hier schließt.

Der Text ist von mir, das Lied von William Fitzsimmons und das Bild stammt von:
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Mehr als das

Die Idee vom Neuanfang stinkt bis zum Himmel. Niemand kann das. Schließlich wäre dieser kein vollkommener und wirklich wollen würde ihn ohnehin kein Mensch. Neuanfänge funktionieren weder im Kopf noch im Herzen. Schlussstriche werden immer krumm und schief gezogen, hier und da setzt man den Stift mal ab, ob nun bewusst oder nicht. Sei es weil die Hand zittert oder man einen Moment lang sieben oder 32 Monaten einfach mal abgelenkt war. Jedenfalls sind Risse im Strich, nicht viele vielleicht, aber sie sind da, damit Gefühle von hinten wieder nach vorn kriechen können, wenn man glaubt, dass die Zeit reif ist. Okay, oft ist die Zeit dafür unreif, aber das interessiert die Gefühle ja nicht. Die sind eben da, so lange wie sie da sind. Bis sie irgendwann verschwinden. Und das bedarf Zeit, aber keinen Neuanfang.

“Neuanfang”, das klingt so schön und schmeckt so schlecht. Geht nie gut, braucht man gar nicht erst versuchen, kann man gleich sein lassen. Was man kann, ist die Richtung, in die man schaut, zu ändern. Neue Wege gehen, alte hinter sich lassen, mit Tränen in den Augen vielleicht. Ja, das geht. Und dann, mit geklärtem Blick, Unbekanntem begegnen.

Aber Neuanfang? Nicht mal Chuck Norris schafft den. Na gut, der vielleicht schon. Aber auch nur der. Und jetzt? Setzen wir Gummienten auf der Alster aus. Möglichst viele - also so richtig viele. Nicht nur 28 oder so. Nein, mindestens 512. Besser wären natürlich 5874. Das Bild: Stellt es euch vor! Und der Blick darauf, also auf die Enten und nicht auf das, was hinter einem liegt. Da kann man dann endlich wieder tun, was man am besten kann: lächeln nämlich. Das geht ohnehin viel einfacher als ein Neuanfang. Der geht eh nicht, nie. Anders als der Kreis, der sich hier schließt.

Der Text ist von mir, das Lied von William Fitzsimmons und das Bild stammt von:

(via grabbelkiste)

Quelle: everythinghasreason

    • #Neuanfang
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    • #Hamburg
  • Vor 4 Monaten > everythinghasreason
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Ich änder jetzt was.

    • #Leben
  • Vor 11 Monaten
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