1. Wenn sich jahrelange Arbeit plötzlich auszahlt und sich der Erfolg mehr und mehr einstellt. Das Musikprojekt Malky kann ein Lied davon singen. Das müsste dann aber ein neues sein. Eins, das sich zu den elf des gerade veröffentlichten Debütalbums Soon gesellen würde. Malky wird derzeit mit Lob überschüttet, wie ich es in den zurückliegenden Wochen nur bei David Grays Mutineers erleben durfte. Doch hier das Wichtigste: Beide Lobeshymnen und vor allem jene, die Malky gilt, werden zu Recht angestimmt.

    Malky sind Sänger Daniel Stoyanov und Keyboarder Michael Vajna, der die Musik der beiden auch produziert. Und was soll ich sagen? Eigentlich hatte alles mal gut angefangen, mit mir und solchen 2-Mann-Bands. Da war Savage Garden, die ich als Teenager für ihre cleveren Melodien und guten Texte schätzte. Später kam Orange Blue und die hasste ich wie sonst nichts. Zu tränendrüsig, zu glatt, zu vorhersehbar, zu öde. Doch zum Glück ist Malky anders. Malky ist brillant.

    Angefangen als Backing Vocalist steht Sänger Stoyanov, dessen Wurzeln in Bulgarien liegen, mit 19 Jahren zum ersten Mal auf der Bühne. In Mannheim lernte er Keyboarder Vajna kennen, der wiederum ursprünglich aus Ungarn kommt. Der Balkan und die Liebe zur Musik verbindet beide. Lange Zeit schrieb das Duo Musik für verschiedene deutsche Pop-Größen, sammelte Erfahrungen im Business, lernte sich besser kennen und fand heraus, ob es als Team auch eigene Musik zustande zu bringen in der Lage sein sollte.

    Der Plan ging auf. Auf Soon bedient sich Malky am Sound der 60er Jahre, lädt ihn mit Elektroklängen auf und findet auf Basis klassischen Songwritings zu einem interessanten eigenen Sound, der fesselt.

    Hypnotisch windet sich der dramatische Opener Soon durch die Gehörgänge. Diamonds, über das ich schon geraumer Zeit jede Menge lobende Wort fand, ist ein erstaunliches Stück Soulmusik aus Deutschland. Trouble lebt von einem einprägsamen Elektroorgelsound und Human Love begeistert als stilles Akustikgitarrenstück.

    Über allem thront Stoyanovs seelige Soulstimme, die auch nach den großartigen 45 Minuten Spieldauer noch lange Zeit über der plötzlich einbrechenden Stille steht. Keyboarder und Produzent Vajna komponiert Stücke jenseits von Gut und Böse – out of space, müsste man eigentlich sagen. Traut man sich aber nicht, denn die Musik ist ja schließlich da. Zum Glück.

    Malky, sind eine weitere vielversprechende Neuentdeckung aus Deutschland, die vorzüglichen modernen Pop präsentieren, der sich viel traut, ohne seine Wurzeln zu verleugnen. Davon darf es gern schnell mehr geben. Bis dahin singe ich leise die wohl verdiente Lobeshymne. Und wer will, darf gern mit einstimmen.

    Malky
    Soon
    VÖ: 27. Juni 2014

  2. Foto: Zoran Orlic
Wie geil ist DAS denn?
In seiner Band Wilco gibt Jeff Tweedy den Melancholiker, zuweilen ein bisschen verträumt, aber dafür auch hochgeschätzt von seinen Fans. Das letzter Album von Wilco stammt aus dem Jahr 2011, was ja nun doch schon einige Zeit her ist. Baldigen Nachschub wird es dennoch nicht geben. Dafür steht aber eine andere Überraschung in den Startlöchern.
Gemeinsam mit seinem 18 Jahre alten Sohn Spencer hat Jeff Tweedy an einem Album gearbeitet, das am 19. September erscheinen wird. Es trägt den Namen Sukierae, wird sage und schreibe zwei CDs lang sein und für mich vor allem deshalb reizvoll, weil es eine Vater-und-Sohn-Zusammenarbeit ist.
Nun ist sein Sohn kein gestandener Hase, der in eigenen Bands schon Erfahrung hat sammeln können, sondern allem Anschein nach ein ganz normaler 18 Jähriger, der eben einfach einen saucoolen Papa hat. Wie die Musik klingt, wollt ihr jetzt wissen? Nun, hier ist die erste Single Summer Noon:
Bis zur Veröffentlichung des Albums erscheint ab sofort jeden Montag ein neuer Song zum käuflichen Erwerb – für all jene, die nicht mehr warten wollen bis zum 19. September.
Die Formation nennt sich übrigens ganz einfach Tweedy – da kann man froh sein, dass der Nachname der beiden “Schwendke” ist. Auf Tour werden Vater und Sohn sich auch begeben, an drei Tagen sogar durch die riesige Bundesrepublik.
06.11.2014: Berlin - Apostel Paulus Kirche08.11.2014: Weissenhäuser Strand - Rolling Stone Weekender13.11.2014: Köln - Kulturkirche

    Foto: Zoran Orlic

    Wie geil ist DAS denn?

    In seiner Band Wilco gibt Jeff Tweedy den Melancholiker, zuweilen ein bisschen verträumt, aber dafür auch hochgeschätzt von seinen Fans. Das letzter Album von Wilco stammt aus dem Jahr 2011, was ja nun doch schon einige Zeit her ist. Baldigen Nachschub wird es dennoch nicht geben. Dafür steht aber eine andere Überraschung in den Startlöchern.

    Gemeinsam mit seinem 18 Jahre alten Sohn Spencer hat Jeff Tweedy an einem Album gearbeitet, das am 19. September erscheinen wird. Es trägt den Namen Sukierae, wird sage und schreibe zwei CDs lang sein und für mich vor allem deshalb reizvoll, weil es eine Vater-und-Sohn-Zusammenarbeit ist.

    Nun ist sein Sohn kein gestandener Hase, der in eigenen Bands schon Erfahrung hat sammeln können, sondern allem Anschein nach ein ganz normaler 18 Jähriger, der eben einfach einen saucoolen Papa hat. Wie die Musik klingt, wollt ihr jetzt wissen? Nun, hier ist die erste Single Summer Noon:



    Bis zur Veröffentlichung des Albums erscheint ab sofort jeden Montag ein neuer Song zum käuflichen Erwerb – für all jene, die nicht mehr warten wollen bis zum 19. September.

    Die Formation nennt sich übrigens ganz einfach Tweedy – da kann man froh sein, dass der Nachname der beiden “Schwendke” ist. Auf Tour werden Vater und Sohn sich auch begeben, an drei Tagen sogar durch die riesige Bundesrepublik.

    06.11.2014: Berlin - Apostel Paulus Kirche
    08.11.2014: Weissenhäuser Strand - Rolling Stone Weekender
    13.11.2014: Köln - Kulturkirche

  3. Die immergleiche Melodie
Seit einigen Tagen ist bekannt, dass im September endlich das neue Kraftklub-Album erscheint. Deshalb höre ich aktuell das Debüt der Jungs noch mal rauf und runter. Dabei amüsiere ich mich wirklich königlich über deren Wortwitz und die ungehörige Portion Ironie, die die Chemnitzer Band mit ihren Texten auszudrücken versteht. Dieses Intro ist nötig, weil das neue Album von Cro, der eigentlich ähnliches hätte bewerkstelligen können, nicht über enttäuschendes Mittelmaß hinauskommt.
Gleich mal vorweg: Das hier ist kein Bashing eines Stars, der von allen gelobt, aber von mir verrissen wird, um effekthaschende Klicks zu generieren. Man kennt mich: Ich habe das Glück, mir aussuchen zu dürfen, was ich besprechen will. Demnach suche ich mir aus, worauf ich mich freue und auf das neue Album von Cro, Melodie, habe ich mich tatsächlich gefreut – auch wenn ich nicht zu seiner Zielgruppe gehören dürfte.

Aber immer schön langsam: Die Vorab-Promo zum neuen Album war für deutsche Verhältnisse schon recht ordentlich. Größtmögliche Aufmerksamkeit sollte erzielt werden und genau das ist den Verantwortlichen gelungen. Zwei Stunden Dauerbeschallung mit dem Videoclip zur neuen Cro-Single Traum auf VIVA und MTV sorgten nicht nur für vorhersehbare Medienberichterstattung über ein Ereignis, das es so noch nicht in Deutschland gab. Letztlich sorgte der Croverkill auch dafür, dass die Zuschauerzahlen gesamt auf gerade noch messbare 0,01 Prozent Marktanteil zurückgingen. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte man mit dem zum Albtraum gewordenen Traum immerhin noch 0,3 Prozent Marktanteil.
Zwischendurch drei ausverkaufte Konzerte in drei Ländern und 13.000 begeisterte Fans, die diese besondere Release-Party auch für Cro persönlich zu einem Karrierehöhepunkt gemacht haben dürften. Ganz klar, Cro und vor allem das Team, das hinter ihm steht, überlässt den Erfolg nie wieder dem Zufall. Nach seinem überzeugenden Debüt Raop ist das ein Stück weit verständlich. Zwei Echo-Auszeichnungen und ausverkaufte Konzerte belohnten die harte Arbeit daran. Erste Kritik hagelte es, als Raop nur wenige Monate nach Erstveröffentlichung noch einmal erschien – diesmal ergänzt um fünf neue Titel. Zum ersten Mal bekam man den Eindruck, dass da jemand den Panda melken will, so lange er Milch gibt. 
Melodie, Cros zweites Album, bietet nun leider kaum eine Weiterentwicklung. Musikalisch schon gar nicht, weil man eben auf Nummer sicher gehen will. Doch auch textlich schneidet Cro keine neuen Themen an, obwohl er sicher seit Erscheinen seines ersten Albums einiges erlebt haben dürfte.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Zu Traum und Jetzt kann man schon ganz gut dauergrinsend einen Tag am See verbringen. In Vielleicht zeigt Cro seine nachdenkliche und weniger partytaugliche Seite, indem er sich mit mangelndem Selbstwertgefühl, Zweifeln und Ängsten bei der ersten Liebe auseinandersetzt. Noch lange nachdem der Track vorbei ist, schleichen einem die Lyrics durch die Gedanken.
Der Rest aber ist austauschbar und hätte ebenso gut auf Raop erscheinen können. Innovationen und neue Impulse sucht man hier besser nicht. Never Cro Up ist der leidliche Versuch einer Rechtfertigung für die Themen, die Cro auch auf seinem zweiten Album besingt. Es sind die der Generation VIVA, der er eigentlich – sind wir mal ehrlich – selbst längst entwachsen ist. Spaß hin oder her: Cro scheint nicht viel zu erleben, wenn die Inhalte nur für Bubblegum-Rap der Marke Melodie ausreichen.
Schon in Meine Gang (Bang Bang), dem zweiten Titel des Albums, wünscht man sich, dass Featuring Dajuan auch den Rest des Albums performt, weil einem Cros immergleiche „Das Leben kann mir nichts“-Texte gehörig auf den Sack gehen. Vermutlich hat jeder von uns Lebensphasen, in denen einem Cros Haltung sehr nahe geht – sogar aus der Seele spricht. Ihr aber zwei Alben in Folge zu widmen, ist dann doch etwas zu viel des Guten.
Verkaufen wird sich das, keine Frage. Die Teenies und Anfang 20-Jährigen mit Filterbubble, die alles aus der Erwachsenenwelt erfolgreich auszublenden hilft, werden Melodie rauf und runter hören. Doch Cro sollte sich fragen, ob der Erfolg einem wirklich immer Recht gibt und wie echt man eigentlich noch ist, wenn man immer wieder das gleiche Album abliefert. Ich jedenfalls kann mir nicht vorstellen, dass Pandas nicht auch älter werden.

CroMelodieVÖ: 06. Juni 2014

    Die immergleiche Melodie

    Seit einigen Tagen ist bekannt, dass im September endlich das neue Kraftklub-Album erscheint. Deshalb höre ich aktuell das Debüt der Jungs noch mal rauf und runter. Dabei amüsiere ich mich wirklich königlich über deren Wortwitz und die ungehörige Portion Ironie, die die Chemnitzer Band mit ihren Texten auszudrücken versteht. Dieses Intro ist nötig, weil das neue Album von Cro, der eigentlich ähnliches hätte bewerkstelligen können, nicht über enttäuschendes Mittelmaß hinauskommt.

    Gleich mal vorweg: Das hier ist kein Bashing eines Stars, der von allen gelobt, aber von mir verrissen wird, um effekthaschende Klicks zu generieren. Man kennt mich: Ich habe das Glück, mir aussuchen zu dürfen, was ich besprechen will. Demnach suche ich mir aus, worauf ich mich freue und auf das neue Album von Cro, Melodie, habe ich mich tatsächlich gefreut – auch wenn ich nicht zu seiner Zielgruppe gehören dürfte.

    Aber immer schön langsam: Die Vorab-Promo zum neuen Album war für deutsche Verhältnisse schon recht ordentlich. Größtmögliche Aufmerksamkeit sollte erzielt werden und genau das ist den Verantwortlichen gelungen. Zwei Stunden Dauerbeschallung mit dem Videoclip zur neuen Cro-Single Traum auf VIVA und MTV sorgten nicht nur für vorhersehbare Medienberichterstattung über ein Ereignis, das es so noch nicht in Deutschland gab. Letztlich sorgte der Croverkill auch dafür, dass die Zuschauerzahlen gesamt auf gerade noch messbare 0,01 Prozent Marktanteil zurückgingen. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte man mit dem zum Albtraum gewordenen Traum immerhin noch 0,3 Prozent Marktanteil.

    Zwischendurch drei ausverkaufte Konzerte in drei Ländern und 13.000 begeisterte Fans, die diese besondere Release-Party auch für Cro persönlich zu einem Karrierehöhepunkt gemacht haben dürften. Ganz klar, Cro und vor allem das Team, das hinter ihm steht, überlässt den Erfolg nie wieder dem Zufall. Nach seinem überzeugenden Debüt Raop ist das ein Stück weit verständlich. Zwei Echo-Auszeichnungen und ausverkaufte Konzerte belohnten die harte Arbeit daran. Erste Kritik hagelte es, als Raop nur wenige Monate nach Erstveröffentlichung noch einmal erschien – diesmal ergänzt um fünf neue Titel. Zum ersten Mal bekam man den Eindruck, dass da jemand den Panda melken will, so lange er Milch gibt. 

    Melodie, Cros zweites Album, bietet nun leider kaum eine Weiterentwicklung. Musikalisch schon gar nicht, weil man eben auf Nummer sicher gehen will. Doch auch textlich schneidet Cro keine neuen Themen an, obwohl er sicher seit Erscheinen seines ersten Albums einiges erlebt haben dürfte.

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Zu Traum und Jetzt kann man schon ganz gut dauergrinsend einen Tag am See verbringen. In Vielleicht zeigt Cro seine nachdenkliche und weniger partytaugliche Seite, indem er sich mit mangelndem Selbstwertgefühl, Zweifeln und Ängsten bei der ersten Liebe auseinandersetzt. Noch lange nachdem der Track vorbei ist, schleichen einem die Lyrics durch die Gedanken.

    Der Rest aber ist austauschbar und hätte ebenso gut auf Raop erscheinen können. Innovationen und neue Impulse sucht man hier besser nicht. Never Cro Up ist der leidliche Versuch einer Rechtfertigung für die Themen, die Cro auch auf seinem zweiten Album besingt. Es sind die der Generation VIVA, der er eigentlich – sind wir mal ehrlich – selbst längst entwachsen ist. Spaß hin oder her: Cro scheint nicht viel zu erleben, wenn die Inhalte nur für Bubblegum-Rap der Marke Melodie ausreichen.

    Schon in Meine Gang (Bang Bang), dem zweiten Titel des Albums, wünscht man sich, dass Featuring Dajuan auch den Rest des Albums performt, weil einem Cros immergleiche „Das Leben kann mir nichts“-Texte gehörig auf den Sack gehen. Vermutlich hat jeder von uns Lebensphasen, in denen einem Cros Haltung sehr nahe geht – sogar aus der Seele spricht. Ihr aber zwei Alben in Folge zu widmen, ist dann doch etwas zu viel des Guten.

    Verkaufen wird sich das, keine Frage. Die Teenies und Anfang 20-Jährigen mit Filterbubble, die alles aus der Erwachsenenwelt erfolgreich auszublenden hilft, werden Melodie rauf und runter hören. Doch Cro sollte sich fragen, ob der Erfolg einem wirklich immer Recht gibt und wie echt man eigentlich noch ist, wenn man immer wieder das gleiche Album abliefert. Ich jedenfalls kann mir nicht vorstellen, dass Pandas nicht auch älter werden.

    Cro
    Melodie
    VÖ: 06. Juni 2014



  4. How long will I love you heißt die neue Single von Ellie Goulding, die am 6.12. erschienen ist. Anders als sonst, hört man die junge Britin dabei auffällig zurückhaltend. Es gibt keinen Wumms, keine Bässe, keinen Beat, sondern nur ein Klavier - und das ist schön. Sehr schön sogar. 

    Die Neuinterpretation der Ballade von den Waterboys ist auch Teil des Soundtracks zum Film Alles eine Frage der ZeitDa der Film vom Tatsächlich Liebe-Regisseur stammt, wird er wohl mindestens genau so sehenswert sein. 

    Ellie Goulding ist gleich zu Beginn des kommenden Jahres auf Tour: 

    18.01. Köln, Palladium 
    29.01. Offenbach, Capitol
    04.02. Hamburg, Große Freiheit (ausverkauft)
    08.02. München, Kesselhaus

    Ganz bestimmt ein Konzert, das sich lohnt.

  5. Wenn das Herz nachzündelt
Nehmen wir mal an, ich würde dieses Blog The lady in red nennen. Okay, manchen da draußen würde diese Umbenennung kaum auffallen. So sentimental seicht wie die Texte für gewöhnlich sind, die ich hier einer geneigten Leserschaft präsentiere, könnte manch einer sogar sagen, dass dieser neue Titel durchaus Sinn macht. Aber: Das wird natürlich nicht passieren.
Anders als ich hat aber eine junge der Folkmusik anhängenden Band aus Seattle damit Ernst gemacht, sich einen Songtitel von Chris de Burgh geschnappt und zum eigenen Bandnamen erklärt. Mittlerweile haben The Head and the Heart schon das zweite Album veröffentlicht, das 13 Lieder lang perfekt inszenierten Pop-Folk präsentiert.
Manchmal muss ich an First Aid Kit denken, wenn das Album Let’s be still läuft. Manchmal möchte in der Mitte meines Wohnzimmers Holz türmen, es anzünden und mich – während sich Josiah Johnson, Jonathan Russell und Charity Rose Thielen mit dem Gesang von Song zu Song mal abwechseln oder zwei- und dreistimmig gemeinsam singen – daran wärmen. The Head and the Heart klingen nicht so pathetisch und bis auf den letzten Ton durchdacht wie Mumford & Sons. Doch genau macht ihren Reiz aus.

Bei der Musik auf Let’s be still handelt es sich noch nicht um Popmusik. Obwohl das die naheliegende Konsequenz für das Nachfolgealbum ist. Doch: So weit ist man in Seattle noch nicht. Stärker noch als andere Vertreter des Folkgenres wird hier mit allerlei typischen Instrumenten wie Banjo, Violine oder Klavier eine wohlige Herbstatmosphäre gestreut, die ganz gut geeignet ist, um einen perfekten und in zeitlupe bebilderten Wohnzimmerabend mit Freunden akustisch zu untermalen.
Von laut bis leise, energisch bis zart, aufgeregt bis verschüchtert: die 6-köpfige Band versteht sich auf alle Launen. Ich weiß nicht, wer der zwei Herren die erste Strophe von Cruel singt, aber er klingt wie Ryan Adams. Und bei dieser Entdeckung – ganz ehrlich – zündelt mein Herz noch einmal ein bisschen nach.
Das hier ist großartig eingespielte und vorgetragene Folkmusik, die den Zeitgeist bedient, sich aber seinetwegen nicht verbiegt. Es ist kein leichter Spagat, aber The Head and the Heart meistern ihn scheinbar mühelos. Dann noch der alles in den Schatten stellende „Der Eine klingt wie Ryan Adams“-Bonus. Was soll ich sagen? Pflichtkauf!
The Head and the HeartLet’s be stillVÖ: 15. Oktober 2013

    Wenn das Herz nachzündelt

    Nehmen wir mal an, ich würde dieses Blog The lady in red nennen. Okay, manchen da draußen würde diese Umbenennung kaum auffallen. So sentimental seicht wie die Texte für gewöhnlich sind, die ich hier einer geneigten Leserschaft präsentiere, könnte manch einer sogar sagen, dass dieser neue Titel durchaus Sinn macht. Aber: Das wird natürlich nicht passieren.

    Anders als ich hat aber eine junge der Folkmusik anhängenden Band aus Seattle damit Ernst gemacht, sich einen Songtitel von Chris de Burgh geschnappt und zum eigenen Bandnamen erklärt. Mittlerweile haben The Head and the Heart schon das zweite Album veröffentlicht, das 13 Lieder lang perfekt inszenierten Pop-Folk präsentiert.

    Manchmal muss ich an First Aid Kit denken, wenn das Album Let’s be still läuft. Manchmal möchte in der Mitte meines Wohnzimmers Holz türmen, es anzünden und mich – während sich Josiah Johnson, Jonathan Russell und Charity Rose Thielen mit dem Gesang von Song zu Song mal abwechseln oder zwei- und dreistimmig gemeinsam singen – daran wärmen. The Head and the Heart klingen nicht so pathetisch und bis auf den letzten Ton durchdacht wie Mumford & Sons. Doch genau macht ihren Reiz aus.

    Bei der Musik auf Let’s be still handelt es sich noch nicht um Popmusik. Obwohl das die naheliegende Konsequenz für das Nachfolgealbum ist. Doch: So weit ist man in Seattle noch nicht. Stärker noch als andere Vertreter des Folkgenres wird hier mit allerlei typischen Instrumenten wie Banjo, Violine oder Klavier eine wohlige Herbstatmosphäre gestreut, die ganz gut geeignet ist, um einen perfekten und in zeitlupe bebilderten Wohnzimmerabend mit Freunden akustisch zu untermalen.

    Von laut bis leise, energisch bis zart, aufgeregt bis verschüchtert: die 6-köpfige Band versteht sich auf alle Launen. Ich weiß nicht, wer der zwei Herren die erste Strophe von Cruel singt, aber er klingt wie Ryan Adams. Und bei dieser Entdeckung – ganz ehrlich – zündelt mein Herz noch einmal ein bisschen nach.

    Das hier ist großartig eingespielte und vorgetragene Folkmusik, die den Zeitgeist bedient, sich aber seinetwegen nicht verbiegt. Es ist kein leichter Spagat, aber The Head and the Heart meistern ihn scheinbar mühelos. Dann noch der alles in den Schatten stellende „Der Eine klingt wie Ryan Adams“-Bonus. Was soll ich sagen? Pflichtkauf!

    The Head and the Heart
    Let’s be still
    VÖ: 15. Oktober 2013

  6. Kauft dieses Album
Als vor etwa 14 Tagen Caspers Hinterland erschien, wurde ich noch am Veröffentlichungstag zwei Mal gefragt, ob ich dazu eine Kritik schreiben werde. Nun, ich tat es nicht, weil ich nicht wollte. Jetzt kommt es doch irgendwie dazu, obwohl es in diesem Text eigentlich um Gerards Blausicht gehen wird.
Nun also hin zu Blausicht mit einem Umweg über Hinterland: Die Zusammenarbeit Caspers mit Konstantin Gropper (Get Well Soon) begrüße ich sehr. Musikalisch kann man Casper nicht vorwerfen, die Weiterentwicklung zu scheuen. Da stecken Folk, Pop, Rock und Indie drin. Dass das kein Hip-Hop mehr ist, ist längst überall zu lesen gewesen. Das galt jedoch schon für XOXO. So viel zur Musik, den Kompositionen also – dem Gerüst für Caspers Texte. Diese fesseln mich nämlich nur noch selten. Das liegt zum Einen daran, dass ich kein Außenseiter (mehr) bin, wie Casper sich selbst nur allzu gern in seinen Texten besingt. Zum Anderen habe ich das Gefühl, dass es in Caspers Themenspektrum, also dessen, was er zu sagen hat, was ihn bewegt und prägt, keine Weiterentwicklung mehr gibt. Das könnte man freilich vielen Alben des Pop- und Rockgenre vorwerfen: Da wird meist über Liebe, ihren Verlust und das Weitermachemüssen gesungen. Andere Inhalte scheint es dort nicht zu geben.
Auch Casper tritt auf der Stelle – nicht nur thematisch, sondern auch in der Art wie er es erzählt. Manchmal habe ich das Gefühl, dieses oder jenes so oder ähnlich schon auf XOXO gehört zu haben. Selbstverständlich sind die Songs auf Hinterland durchweg gut, ich höre das Album gern und mag einige Songs wie Alles endet (aber nie die Musik), Nach der Demo ging’s bergab!, 20qm, Ganz schön okay oder Lux Lisbon mehr als den Rest. Aber nüchtern betrachtet klingt Casper wie ein (dank Konstantin Gropper) besserer Cro (gegen dessen Musik ich ebenfalls nichts habe). Und ihr wisst schon: Den findet ihr eigentlich alle scheiße – so ich meiner Twitter-Timeline glauben darf. Casper bedient mit Hinterland nun die gleichen YOLO- und Emo-Girls, deren Partywochenende bisher Cro besungen hat. Das ist nicht schlimm, sollte aber der Fairness halber doch erwähnt werden dürfen.

Endlich zu Blausicht von Gerard, den ich bis zu diesem Album nicht kannte. Es kam heute an, ist aber schon einige Wochen alt. Zwei Mal habe ich es bisher gehört und das WOW!-Gefühl in Kopf und Herz könnte nicht lauter schreien. Auffällig ist: Gerard spricht seine Texte über Elektro-Geflirre, Beats und Bässe. Vielleicht hatte ich Glück, weil ich Blausicht sofort konzentriert und nicht nebenbei gehört habe. Tut man nämlich letzteres, entgehen einem die phantastischen Texte. Diese handeln auch von Liebe (Lissabon, Irgendwas mit Rot) – es geht eben nicht ohne. Aber das ist nicht das, was ich kritisiere. Sondern eine fehlende inhaltliche Weiterentwicklung, vor allem dann, wenn zwischen zwei Alben zwei bis drei Jahre liegen. Vielleicht irre ich mich, weil ich mich kein Stück auskenne mit Hip-Hop und Rap und dem, was man damit ausdrücken kann. Aber diese musikalischen Genres sind, so glaube ich mittlerweile, die besten Spielfelder in der Musik, um erzählerische Reife und Detailreichtum zu präsentieren. Schafft es der Musiker, mich in Handlungen zu ziehen, in denen ich mich wiedererkenne? Gerard gelingt das scheinbar mühelos.
Der Österreicher erzählt selbst Liebesgeschichten so, dass sie nicht nach Teeniegeschwurbel klingen, sondern ein Stück weit erwachsener, als das derzeit Casper und Cro schaffen. Versteht mich nicht falsch: Die beiden zuletzt Genannten höre ich mir auch gern an, so wie ich gern einen meiner Lieblingsfilme aus der Kindheit sehe, weil es schön ist, etwas über die erste Liebe erzählt zu bekommen. Aber irgendwie bin ich weiter und die, die hier davon singen, sind eben auch weiter und haben schon mehr erlebt, als nur den Umstand, dass ihnen gerade zum ersten Mal das Herz gebrochen wurde.

Lissabon ist ein Meisterwerk, aus dem ich es nicht wagen würde, eine Textzeile zu zitieren, weil man die ganze Geschichte hören muss, um die Kraft dieses Songs zu spüren. In Verschwommen gibt es die Zeile „Nummer längst gelöscht, doch wen verarsch ich da? / Sicher in alten SMSen noch wo zu finden, und ich hab noch ‘n paar“ – schon lange fühlte ich mich nicht mehr so ertappt. Folgende Zeile aus einem der 13 Titel auf Blausicht blieb ebenfalls so sehr hängen, dass ich sie twittern musste – auch euch hat sie offenbar gefallen:

// Egal, wer zuletzt lacht. Wichtig ist, wer am schönsten lacht. <3
— Dexter (@Agent_Dexter)
October 14, 2013

Darüber hinaus wagt sich Gerard in Wie neu auch auf das politische Parkett, kritisiert die Regierung(en) und fordert uns auf, zu ändern, was die Obrigkeit nicht schafft. Nichts bietet einen klugen Text über Veränderung und bedient sich der Maske „Facebook“. Lange, wirklich sehr sehr lange, war ich nicht mehr so angefixt von wirklich klugen, ganz und gar epischen deutschen Texten.
Welt erobern/behalten setzt sich auseinander mit Zielen, die wir alle im Leben haben und nicht aus den Augen verlieren dürfen, weil sie es sind, die aus uns machen, wie wir sind. Da gibt es diese Zeile, in der er von der Generation „weg vom Dorf“ singt, die irgendwann in Vorlesungen sitzt und feststellt, dass sie auch von dort eigentlich nur weg will. Wieder einer dieser Momente, in denen ich beim Hören dieses Albums Gänsehaut bekam, weil Gerard Recht hat: Wir wollen immer weiter, aus den verschiedensten Gründen vielleicht, aber wir haben verlernt, still zu stehen und einen längeren Moment zu genießen, was wir haben. Auch auf dem Dorf kann es schön sein. Und so schlecht ging und geht es niemandem von uns, als dass sie oder er nicht auch ein paar gute Menschen um sich herum hatte oder hat, die dafür sorgen, diesen für viele grässlichen Ort des Heranwachsens in den entscheidenden Momenten auch als schön zu erleben.
Rastlosigkeit ist scheiße, aber niemand traut es sich zu sagen, weil wir als Gegenpol nur Tatenlosigkeit kennen – nicht aber das Ausruhen und Genießen. Das zu begreifen – dass also nicht alles schlecht ist, was man als schlecht wahrnimmt – ist vielleicht der am zähesten zu kauende Brocken. Dank Gerard wird er zumindest gut verdaulich präsentiert.
In den Agenturmeldungen war von einem kleinen Meisterwerk die Rede. Doch das stimmt nicht. Blausicht ist mehr, Blausicht ist ein ziemlich großes Meisterwerk. Es ist klug, vielschichtig, poetisch, ehrlich und reif. Gerard hat jeden denkbaren Erfolg verdient. Kauft dieses Album und unterstützt diesen jungen Mann – auf das noch viele solche hervorragend geschriebenen Geschichten folgen. Wir werden sie alle brauchen.
GerardBlausichtVÖ: 20. September 2013

    Kauft dieses Album

    Als vor etwa 14 Tagen Caspers Hinterland erschien, wurde ich noch am Veröffentlichungstag zwei Mal gefragt, ob ich dazu eine Kritik schreiben werde. Nun, ich tat es nicht, weil ich nicht wollte. Jetzt kommt es doch irgendwie dazu, obwohl es in diesem Text eigentlich um Gerards Blausicht gehen wird.

    Nun also hin zu Blausicht mit einem Umweg über Hinterland: Die Zusammenarbeit Caspers mit Konstantin Gropper (Get Well Soon) begrüße ich sehr. Musikalisch kann man Casper nicht vorwerfen, die Weiterentwicklung zu scheuen. Da stecken Folk, Pop, Rock und Indie drin. Dass das kein Hip-Hop mehr ist, ist längst überall zu lesen gewesen. Das galt jedoch schon für XOXO. So viel zur Musik, den Kompositionen also – dem Gerüst für Caspers Texte. Diese fesseln mich nämlich nur noch selten. Das liegt zum Einen daran, dass ich kein Außenseiter (mehr) bin, wie Casper sich selbst nur allzu gern in seinen Texten besingt. Zum Anderen habe ich das Gefühl, dass es in Caspers Themenspektrum, also dessen, was er zu sagen hat, was ihn bewegt und prägt, keine Weiterentwicklung mehr gibt. Das könnte man freilich vielen Alben des Pop- und Rockgenre vorwerfen: Da wird meist über Liebe, ihren Verlust und das Weitermachemüssen gesungen. Andere Inhalte scheint es dort nicht zu geben.

    Auch Casper tritt auf der Stelle – nicht nur thematisch, sondern auch in der Art wie er es erzählt. Manchmal habe ich das Gefühl, dieses oder jenes so oder ähnlich schon auf XOXO gehört zu haben. Selbstverständlich sind die Songs auf Hinterland durchweg gut, ich höre das Album gern und mag einige Songs wie Alles endet (aber nie die Musik), Nach der Demo ging’s bergab!, 20qm, Ganz schön okay oder Lux Lisbon mehr als den Rest. Aber nüchtern betrachtet klingt Casper wie ein (dank Konstantin Gropper) besserer Cro (gegen dessen Musik ich ebenfalls nichts habe). Und ihr wisst schon: Den findet ihr eigentlich alle scheiße – so ich meiner Twitter-Timeline glauben darf. Casper bedient mit Hinterland nun die gleichen YOLO- und Emo-Girls, deren Partywochenende bisher Cro besungen hat. Das ist nicht schlimm, sollte aber der Fairness halber doch erwähnt werden dürfen.

    Endlich zu Blausicht von Gerard, den ich bis zu diesem Album nicht kannte. Es kam heute an, ist aber schon einige Wochen alt. Zwei Mal habe ich es bisher gehört und das WOW!-Gefühl in Kopf und Herz könnte nicht lauter schreien. Auffällig ist: Gerard spricht seine Texte über Elektro-Geflirre, Beats und Bässe. Vielleicht hatte ich Glück, weil ich Blausicht sofort konzentriert und nicht nebenbei gehört habe. Tut man nämlich letzteres, entgehen einem die phantastischen Texte. Diese handeln auch von Liebe (Lissabon, Irgendwas mit Rot) – es geht eben nicht ohne. Aber das ist nicht das, was ich kritisiere. Sondern eine fehlende inhaltliche Weiterentwicklung, vor allem dann, wenn zwischen zwei Alben zwei bis drei Jahre liegen. Vielleicht irre ich mich, weil ich mich kein Stück auskenne mit Hip-Hop und Rap und dem, was man damit ausdrücken kann. Aber diese musikalischen Genres sind, so glaube ich mittlerweile, die besten Spielfelder in der Musik, um erzählerische Reife und Detailreichtum zu präsentieren. Schafft es der Musiker, mich in Handlungen zu ziehen, in denen ich mich wiedererkenne? Gerard gelingt das scheinbar mühelos.

    Der Österreicher erzählt selbst Liebesgeschichten so, dass sie nicht nach Teeniegeschwurbel klingen, sondern ein Stück weit erwachsener, als das derzeit Casper und Cro schaffen. Versteht mich nicht falsch: Die beiden zuletzt Genannten höre ich mir auch gern an, so wie ich gern einen meiner Lieblingsfilme aus der Kindheit sehe, weil es schön ist, etwas über die erste Liebe erzählt zu bekommen. Aber irgendwie bin ich weiter und die, die hier davon singen, sind eben auch weiter und haben schon mehr erlebt, als nur den Umstand, dass ihnen gerade zum ersten Mal das Herz gebrochen wurde.

    Lissabon ist ein Meisterwerk, aus dem ich es nicht wagen würde, eine Textzeile zu zitieren, weil man die ganze Geschichte hören muss, um die Kraft dieses Songs zu spüren. In Verschwommen gibt es die Zeile „Nummer längst gelöscht, doch wen verarsch ich da? / Sicher in alten SMSen noch wo zu finden, und ich hab noch ‘n paar“ – schon lange fühlte ich mich nicht mehr so ertappt. Folgende Zeile aus einem der 13 Titel auf Blausicht blieb ebenfalls so sehr hängen, dass ich sie twittern musste – auch euch hat sie offenbar gefallen:

    Darüber hinaus wagt sich Gerard in Wie neu auch auf das politische Parkett, kritisiert die Regierung(en) und fordert uns auf, zu ändern, was die Obrigkeit nicht schafft. Nichts bietet einen klugen Text über Veränderung und bedient sich der Maske „Facebook“. Lange, wirklich sehr sehr lange, war ich nicht mehr so angefixt von wirklich klugen, ganz und gar epischen deutschen Texten.

    Welt erobern/behalten setzt sich auseinander mit Zielen, die wir alle im Leben haben und nicht aus den Augen verlieren dürfen, weil sie es sind, die aus uns machen, wie wir sind. Da gibt es diese Zeile, in der er von der Generation „weg vom Dorf“ singt, die irgendwann in Vorlesungen sitzt und feststellt, dass sie auch von dort eigentlich nur weg will. Wieder einer dieser Momente, in denen ich beim Hören dieses Albums Gänsehaut bekam, weil Gerard Recht hat: Wir wollen immer weiter, aus den verschiedensten Gründen vielleicht, aber wir haben verlernt, still zu stehen und einen längeren Moment zu genießen, was wir haben. Auch auf dem Dorf kann es schön sein. Und so schlecht ging und geht es niemandem von uns, als dass sie oder er nicht auch ein paar gute Menschen um sich herum hatte oder hat, die dafür sorgen, diesen für viele grässlichen Ort des Heranwachsens in den entscheidenden Momenten auch als schön zu erleben.

    Rastlosigkeit ist scheiße, aber niemand traut es sich zu sagen, weil wir als Gegenpol nur Tatenlosigkeit kennen – nicht aber das Ausruhen und Genießen. Das zu begreifen – dass also nicht alles schlecht ist, was man als schlecht wahrnimmt – ist vielleicht der am zähesten zu kauende Brocken. Dank Gerard wird er zumindest gut verdaulich präsentiert.

    In den Agenturmeldungen war von einem kleinen Meisterwerk die Rede. Doch das stimmt nicht. Blausicht ist mehr, Blausicht ist ein ziemlich großes Meisterwerk. Es ist klug, vielschichtig, poetisch, ehrlich und reif. Gerard hat jeden denkbaren Erfolg verdient. Kauft dieses Album und unterstützt diesen jungen Mann – auf das noch viele solche hervorragend geschriebenen Geschichten folgen. Wir werden sie alle brauchen.

    Gerard
    Blausicht
    VÖ: 20. September 2013

  7. Die Tage werden kürzer, grauer und trister. Müde kämpft sich jeder von uns durch den Tag, weil Licht und Laune fehlen. Am 15.11. gibt’s vielleicht ein gutes Mittel gegen den Schwarz-Weiß-Film vor unseren Augen. Bunte Beats flirren im Eiltempo durch unsere schlaffen Herzen und sorgen hoffentlich für einen Anstieg der positiven Emotionen. Wie das? Ganz einfach:
Dann nämlich erscheint das neue Album von PET - einem Musikprojekt, hinter dem ein waschechtes Liebespaar steckt, das seine Freude an Synthie-Sequenzen und Dark-Disco-Dingens gemeinsam mit jeweils zwei anderen Männern und Frauen auslebt, die die Formation komplettieren. Das war ein so langer Satz, dass es möglicherweise Sinn macht, ihn ein zweites Mal zu lesen. Oder man hört einfach den Remix zu Talk to you, der ersten Single des Albums Imitation of Life. Den könnt ihr übrigens auch kostenlos auf eure heimischen Rechner und von dort sofort in eure mp3-Player laden.

    Die Tage werden kürzer, grauer und trister. Müde kämpft sich jeder von uns durch den Tag, weil Licht und Laune fehlen. Am 15.11. gibt’s vielleicht ein gutes Mittel gegen den Schwarz-Weiß-Film vor unseren Augen. Bunte Beats flirren im Eiltempo durch unsere schlaffen Herzen und sorgen hoffentlich für einen Anstieg der positiven Emotionen. Wie das? Ganz einfach:

    Dann nämlich erscheint das neue Album von PET - einem Musikprojekt, hinter dem ein waschechtes Liebespaar steckt, das seine Freude an Synthie-Sequenzen und Dark-Disco-Dingens gemeinsam mit jeweils zwei anderen Männern und Frauen auslebt, die die Formation komplettieren. Das war ein so langer Satz, dass es möglicherweise Sinn macht, ihn ein zweites Mal zu lesen. Oder man hört einfach den Remix zu Talk to you, der ersten Single des Albums Imitation of Life. Den könnt ihr übrigens auch kostenlos auf eure heimischen Rechner und von dort sofort in eure mp3-Player laden.

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