1. Derzeit ist Helene Fischer in aller Ohren. Damit das nicht so bleibt, folgen nun drei ausgewählte Hinweise auf neu erscheinende Alben in den kommenden Wochen. Man kann sich ja nicht immer neu erfinden und die Musik, die man seit Jahren macht noch viel weniger, aber die Bands, die ich euch nun vorstelle, versuchen es wenigstens:

    Erst waren sie einsame Jungs, jetzt haben The Black Keys Fieber. So krank klingen Dan Auerbach und Patrick Carney dann zum Glück doch nicht. Auffällig aber ist, dass sich die neue Single Fever der Garagen-Rockband wunderbar schnodderig anhört und damit deutlich weniger charttauglich ausfällt, als es manch Hardcore-Fan befürchtet hatte. Am 13. Mai erscheint das dazugehörige neue Album Turn Blue:

    Auch die Herren der schwedischen Rockband Mando Diao haben ordentlich durchgelüftet. Man macht sich offenber bereit für einen Sommer mit jeder Menge Tempo. 2012 war das bis dato letzte Album der Jungs erschienen: eine Vertonung von schwedischen Gedichten. In ihrem Heimatland konnte das Album schier endlose Erfolge feiern - bei uns und in anderen Ländern war Musik in schwedischer Sprache dann doch weitaus weniger gefragt, als vermutet. Wer hätte das gedacht! Mit Black Saturday aber torpediert man die Musikwelt nun sondergleichen. Aelita heißt das am 02. Mai erscheinende neue Album und ich bin so kurz davor, mir zur Feier des Tages die Haare zu blondieren.

    Den Vogel abgeschossen haben allerdings die über alles geliebten The Kooks. Was auch immer sich die britsche Kompanie eingeworfen hat: Es hat dafür gesorgt, dass ihre Musik wie auf links gedreht klingt. Weg vom britischen Rock’n’Roll singt sich Luke Pritchard in der neuen Single Down jetzt durch R’n’B-Gewabber, die deshalb wohl einige Hördurchläufe brauchen wird, bis man sich damit angefreundet hat. Aber hey, besser so, als einfallslosen Einerleieinheitsbrei zu veröffentlichen! Und eines ist sicher: Man wird sehr sehr gut hierzu feiern können:

    Wann das dazugehörige Album erscheint, ist bisher noch nicht bekannt. Aber ich tippe auf Mai oder Juni, denn nach diesem besonderen Musikstück wird die Band ihre Fans schnell mit Nachschub versorgen wollen. Hoffentlich.

  2. Mehr als ein bloßer Black-Keys-Ersatz
Der Amerikaner Hanni El Khatib ist Sohn philippinischer und palästinischer Einwanderer. Irgendwo in San Francisco – mit einem Skateboard unter den Füßen, Punk-Musik und dem Garagenrock der 50er und 60er Jahre – ist El Khatib aufgewachsen.
Irgendwann war der Drang selbst Musik zu machen, übermächtig groß. Während sein Debütalbum Will The Guns Come Out (2011) vermutlich (vor allem aus kommerzieller Sicht) als Enttäuschung angesehen werden muss, dürfte sein zweites Album Head In The Dirt vermutlich größere Wellen schlagen, garantiert.

Produziert von Dan Auerbach (The Black Keys) ist der Einfluss seiner Hausband auf Head In The Dirt auch unüberhörbar. Trotzdem ist El Khatib mehr als ein bloßer Black-Keys-Ersatz. Die elf Songs seines zweiten Albums klingen ein bisschen nach ausgestrecktem Mittelfinger, jeder Menge Spaß und einer guten Portion Rebellion.
Wo sich die erste Single, Penny, noch nach einem waschechten Pop-Hit anhört (in diesem Fall jedoch ausschließlich im Sinne eines verdient populär werdenden Songs), überzeugen andere Stücke auf Head In The Dirt mit einer ziemlich “Bock auf mehr” machenden Blues-DooWop-Garagenrock-Attitüde. Da wird gelungen Bezuig genommen auf The Clash (Nobody Move), Black Sabbath (Pay No Mind), die Rolling Stones (Save Me) und – wie könnte es anders sein – The Black Keys.

Das alles macht mächtig Laune. Zum Glück! Denn sind wir doch ehrlich: Die Tage werden grauer, aber El Khatib macht Feuer. Eins, das hoch lodert – wenn auch nicht lang. Nach nur 33 Minuten ist dieses durchweg gute Album schon wieder vorüber. Immerhin gibt es die Repeat-Funktion am Abspielgerät in der Tasche und eine albumbegleitende Deutschland-Tour im September steht auch noch bevor. Vielleicht, es bleibt vorerst nur eine Idee, überlebt die Hitze dieses Sommers ein paar Wochen länger in uns.  
Hanni El KhatibHead In The DirtVÖ: 30. August 2013

    Mehr als ein bloßer Black-Keys-Ersatz

    Der Amerikaner Hanni El Khatib ist Sohn philippinischer und palästinischer Einwanderer. Irgendwo in San Francisco – mit einem Skateboard unter den Füßen, Punk-Musik und dem Garagenrock der 50er und 60er Jahre – ist El Khatib aufgewachsen.

    Irgendwann war der Drang selbst Musik zu machen, übermächtig groß. Während sein Debütalbum Will The Guns Come Out (2011) vermutlich (vor allem aus kommerzieller Sicht) als Enttäuschung angesehen werden muss, dürfte sein zweites Album Head In The Dirt vermutlich größere Wellen schlagen, garantiert.

    Produziert von Dan Auerbach (The Black Keys) ist der Einfluss seiner Hausband auf Head In The Dirt auch unüberhörbar. Trotzdem ist El Khatib mehr als ein bloßer Black-Keys-Ersatz. Die elf Songs seines zweiten Albums klingen ein bisschen nach ausgestrecktem Mittelfinger, jeder Menge Spaß und einer guten Portion Rebellion.

    Wo sich die erste Single, Penny, noch nach einem waschechten Pop-Hit anhört (in diesem Fall jedoch ausschließlich im Sinne eines verdient populär werdenden Songs), überzeugen andere Stücke auf Head In The Dirt mit einer ziemlich “Bock auf mehr” machenden Blues-DooWop-Garagenrock-Attitüde. Da wird gelungen Bezuig genommen auf The Clash (Nobody Move), Black Sabbath (Pay No Mind), die Rolling Stones (Save Me) und – wie könnte es anders sein – The Black Keys.

    Das alles macht mächtig Laune. Zum Glück! Denn sind wir doch ehrlich: Die Tage werden grauer, aber El Khatib macht Feuer. Eins, das hoch lodert – wenn auch nicht lang. Nach nur 33 Minuten ist dieses durchweg gute Album schon wieder vorüber. Immerhin gibt es die Repeat-Funktion am Abspielgerät in der Tasche und eine albumbegleitende Deutschland-Tour im September steht auch noch bevor. Vielleicht, es bleibt vorerst nur eine Idee, überlebt die Hitze dieses Sommers ein paar Wochen länger in uns.  

    Hanni El Khatib
    Head In The Dirt
    VÖ: 30. August 2013

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